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Die Homöopathie-Debatte

Das Thema Homöopathie war und ist Gegenstand etlicher wichtiger Berichte, die kontroverse Diskussionen entfacht haben. Werfen Sie einen Blick auf die Fakten hinter den Schlagzeilen.

Die Homöopathie-Debatte

Von Politikern bis Comedians wird die Homöopathie von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens oft scharf kritisiert, aber nur selten findet man Menschen, die die Fakten hinter den Schlagzeilen tatsächlich aus erster Hand kennen. Hier finden Sie die wichtigsten Berichte im Detail:

Bei der Macías-Cortés 2015-Studie handelt es sich um eine Plazebo-kontrollierte Studie nach Goldstandard, die in einem Universitätsklinikum durchgeführt wurde und in der sich sowohl die Homöopathie als auch das Antidepressivum Fluoxetin als wirksame Behandlungsmethoden für Frauen mit menopausalen Depressionen erwiesen haben. Am 23. April trafen die Herausgeber von PLOS ONE die schockierende Entscheidung, diesen qualitativ hochwertigen Artikel, fünf Jahre nach der Veröffentlichung aus ihrer Zeitschrift zurückzuziehen, ohne stichhaltige Gründe für ihr Handeln anzugeben.

Die EASAC-Stellungnahme aus dem Jahr 2017 ist eine negative online veröffentlichte Stellungnahme zur Homöopathie, die von Mitgliedern des European Academies Scientific Advisory Council (EASAC) verfasst wurde. Entgegen allem Anschein ist das EASAC-Statement unwissenschaftlich. Es wurde höchst selektiv zitiert und stellt die Evidenzbasis zur Homöopathie nicht korrekt dar. Daher erfüllt sie ihre Hauptaufgabe, Verbraucher und politische Entscheidungsträger in der EU genau über die Datenlage im Bereich Homöopathie zu informieren, nicht.

 

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Der australische Bericht (2014–2015) sorgte in den Medien für Meldungen, in denen behauptet wurde, dass die Homöopathie bei 61 untersuchten Erkrankungen erwiesenermaßen nicht besser wirke als ein Placebo. Der australische National Health and Medical Research Council (NHMRC) kam zu dem Schluss, dass es an „stichhaltigen“ Nachweisen mangele, um die Wirksamkeit der Homöopathie belegen zu können. Daher stufte das NHMRC die Homöopathie zusammen mit 50 % der schulmedizinischen Behandlungen in die Kategorie „Wirksamkeit unbekannt“ ein.

 

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Der Schweizer Bericht (2011), der im Namen des Schweizer Bundesamtes für Gesundheit zusammengestellt wurde, legte die Ergebnisse einer sich über sieben Jahre erstreckenden Nachweisüberprüfung zum Thema Homöopathie vor. In diesem Bericht wurde geschlussfolgert, dass die Homöopathie, wie sie in der Schweiz praktiziert wird, klinisch wirksam, kostengünstig und sicher ist. Seitdem steht die Homöopathie der Schweizer Bevölkerung im Rahmen der nationalen Gesundheitsversorgung zur Verfügung.

 

 

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Der britische ‚Science & Technology Report’(Wissenschafts- und Technologie-Bericht) (2010), der von Parlamentsabgeordneten verfasst wurde, wird oft als Meinung der Regierung des Vereinigten Königreichs dargestellt und als schlüssiger wissenschaftlicher Nachweis dafür herangezogen, dass die Homöopathie nur einen Placebo-Effekt habe. Tatsächlich stimmten nur vier Abgeordnete über diesen nicht-akademischen Bericht ab: Während drei Abgeordnete dafür stimmten, enthielt sich der vierte aufgrund von Bedenken hinsichtlich der „Ausgewogenheit der Zeugen“. Das Unterhaus forderte in einem formalen Antrag (einer sog. „Early Day Motion“, kurz: EDM), die in einer Liste zusammengetragenen Bedenken darüber, wie diese „Überprüfung der Nachweise“ durchgeführt wurde, in die Parlamentsakten aufgenommen wird.  Der Antrag wurde von 70 Abgeordneten unterschrieben. Das Gesundheitsministerium lehnte die Ergebnisse des Berichts ab.

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Die Lancet-Veröffentlichung aus dem Jahr 2005 wurde als das „Ende der Homöopathie“ angepriesen. Bis zum heutigen Tag verweist man auf sie als eine Übersichtsarbeit von mehr als 100 Studien, die beweist, dass homöopathische Behandlungen nicht wirken und nicht besser sind als ein Placebo. Tatsächlich basierten die Ergebnisse dieser Abhandlung nur auf acht Studien über Homöopathie, von denen aber in keiner einzigen die gängigen homöopathischen Behandlungen untersucht wurden. 

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