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Wie nahm alles seinen Anfang?

In den späten 1990er Jahren wurde Dr. Alexander Tournier, der damals theoretische Physik an der University of Cambridge (Großbritannien) studierte, zunehmend von den bemerkenswerten Ergebnissen aus dem Bereich der Homöopathieforschung in den Bann gezogen. Dabei erregten insbesondere die grundlagenwissenschaftlichen Experimente unter Verwendung infinitesimaler Dosen sowie die Untersuchung bisher unbekannter Eigenschaften von Wasser seine Aufmerksamkeit. Es wurden verblüffende Ergebnisse veröffentlicht, wie beispielsweise der Effekt „Gedächtnis des Wassers“, den der französische Immunologe Professor Jacques Benveniste in den 1980er Jahren als Erster entdeckt hatte.

Dr. Tournier hatte das Potenzial und die Bedeutung der Forschungsbemühungen in diesem relativ neuen Bereich erkannt, machte sich aber Gedanken über die mangelnde Qualität der durchgeführten Studien. So entschied er sich, eine Organisation ins Leben zu rufen, deren primäre Rolle darin bestehen sollte, qualitativ hochwertiger Forschung im Bereich Homöopathie zu fördern.

Dank der frühen Unterstützung seitens diverser etablierter Führungspersönlichkeiten der Homöopathieforschung wie Dr. Peter Fisher, Dr. Elizabeth Thompson, Dr. Clare Relton und Prof. Kate Thomas sowie der unschätzbar wertvollen Hilfe vieler weiterer Einzelpersonen war das HRI in der Lage, eine solide Basis für die Einrichtung eines neuen Instituts zu schaffen.

Rachel Roberts stieß im Jahr 2010 zum HRI und brachte eine mehr als zehnjährige Berufserfahrung aus den unterschiedlichsten Bereichen ein: Erfahrung aus der praktischen Tätigkeit als Therapeutin  und  Dozentin für Homöopathie in Kombination mit Know-how in der Vermittlung der Forschungsevidenzbasis und der Repräsentation des Homöopathenberufs im Vereinigten Königreich. Letzteres hatte sie sich in ihrer Zeit als wissenschaftliche Referentin für die britische Society of Homeopaths angeeignet.

Dr. Alexander Tournier und Rachel Roberts bilden zusammen das Management-Team des HRI. Sie sind dafür verantwortlich, die Aktivitäten des HRI-Teams und des wissenschaftlichen Beirats zu überwachen, die das Homeopathy Research Institute zu der erfolgreichen Wohltätigkeitsorganisation gemacht haben und machen, die es heute ist.

Entwicklung der Wohltätigkeitsorganisation

2007-9

Grundsteinlegung | Das HRI wird ins Leben gerufen

Das Homeopathy Research Institute wurde 2007 gegründet und 2009 von der britischen Commission als gemeinnützig anerkannt. Seitdem ist das Institut sowohl im Hinblick auf die Anzahl seiner Mitarbeiter als auch auf seinen Einfluss stetig gewachsen. Durch die Einstellung neuer Mitarbeiter in den letzten Jahren konnte das Know-how in sämtlichen Abteilungen – einschließlich des Kuratoriums, des wissenschaftlichen Beirats und der Belegschaft – erweitert und so die Organisation gestärkt werden.

2010

2010 Erste Schritte | Das HRI beginnt mit der Forschungsförderung

Dank der großzügigen Unterstützung durch seiner Kuratoren konnte das Institut das erste Forschungsprojekt finanzieren: „Die physikalisch-chemischen Eigenschaften ultrahoher Verdünnungen“ von Dr. Steven Cartwright.

2011

Der Gang an die Öffentlichkeit | Das HRI wird bei einem Empfang des britischen Unterhauses lanciert

Am 17. Mai 2011 war das HRI Gastgeber eines Empfangs im britischen Unterhaus in London, an dem mehr als 150 Gäste teilnahmen, darunter Akademiker, Wissenschaftler, Kollegen und Parlamentsabgeordnete, Vertreter aus der gesamten Homöopathiebranche sowie (National Health Service). Dieses ungewöhnliche Ereignis, das viele Forschungsexperten aus ganz Europa und den USA anzog, legte den Schwerpunkt darauf, der Homöopathieforschung einen Platz auf der nationalen Agenda als wissenschaftliches Untersuchungsgebiet zu verschaffen.

2012

Ausbildung von wissenschaftlichem Nachwuchs | Vergabe des ersten Promotionsstipendiums durch das HRI

Entsprechend unserer Forschungsstrategie haben wir unser erstes Promotionsstipendium an einen Forscher vergeben, der die potenzielle Rolle der Homöopathie für eine sog. „Effectiveness Gap Condition“ untersucht, d. h. eine Erkrankung, bei der die vorhandenen Therapiemöglichkeiten bei den betroffenen Patienten nicht zu den gewünschten Ergebnissen führen. In diesem Fall ging das HRI-Stipendium an Philippa Fibert von der University of Sheffield (Großbritannien), um eine randomisierte kontrollierte Studie zur Untersuchung der Wirksamkeit der Homöopathie bei Kindern mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) zu fördern.

2013

Stärkung der wissenschaftlichen Gemeinschaft | Die erste HRI-Konferenz

Die erste International Research Conference in Homeopathy des HRI fand im Mai/Juni 2013 Spitzenforschung im Bereich Homöopathie]‘ in Barcelona statt. Mit einem Programm, das ausschließlich hochklassiger und solider wissenschaftlichen Forschung gewidmet war, war die Konferenz 2013 in Barcelona die erste Tagung ihrer Art in zehn Jahren. Die herausragendsten Homöopathieforscher der Welt fanden sich unter einem Dach zusammen, um sich über ihre neuesten Erkenntnisse auszutauschen und neue internationale Kooperationen ins Leben zu rufen.

2014

Bereitstellung einer Datenquelle von Weltformat | Überarbeiteter HRI-Internetauftritt geht an den Start

Unser Internetauftritt wurde 2014 aufbauend auf der erfolgreichen Arbeit des HRI in den Jahren zuvor komplett überarbeitet. Ziel war dabei, die Spitzenforschung in der Homöopathie sofort verfügbar und zugänglich zu machen und außerdem nur die zuverlässigsten aktuellen Informationen bereitzustellen.

Als wichtige Ergänzung wurde die hochklassige CORE-Hom-Datenbank in unsere Website integriert. Diese Datenbank, deren Nutzung kostenlos ist, enthält alle veröffentlichten klinischen Peer-Review-Forschungsarbeiten zur Homöopathie. Sie ist das Ergebnis eines dreijährigen Projekts, das wir in Kooperation mit der weltweit renommierten Karl und Veronica Carstens-Stiftung durchführten.

Neue qualitativ hochwertige Forschungsarbeiten | Veröffentlichung der ersten Ergebnisse aus HRI-geförderten Projekten

Die klinische Forschungsstrategie des HRI nimmt die sog. „Effectiveness Gap Conditions“ ins Visier. Das spiegelte sich schon im wider, das auf die Gewinnung entsprechender neuer Erkenntnisse ausgerichtet war. Es handelte sich dabei um eine Pilotstudie zur homöopathischen Behandlung des Reizdarmsyndroms (RDS). Der Artikel, Interim results of a randomised controlled trial of homeopathic treatment for irritable bowel syndrome“ [Zwischenergebnisse einer randomisierten kontrollierten Studie zur homöopathischen Behandlung des Reizdarmsyndroms] war die erste Veröffentlichung im Rahmen unseres kontinuierlichen Outputs von Abhandlungen mit HRI-Peer-Review.

2015

Homöopathieforschung auf höchstem Niveau | Die zweite HRI-Konferenz in Rom

Auch bei der zweiten HRI-Konferenz in Rom kamen wieder die besten Forscher der Welt aus diversen Teilbereichen der Homöopathieforschung zusammen. 250 Delegierte aus 39 Ländern verfolgten die Präsentationen von Rednern aus 17 Ländern – eine wahrhaft internationale Veranstaltung.

Die Diskussionsrunden über neue Erkenntnisse griffen voll und ganz das Leitmotiv der Veranstaltung, „innovativ, topaktuell und an vorderster Front“ auf: angefangen von Entwicklungen in der Homöopathieforschung zur Untersuchung des Wirkmechanismus homöopathischer Arzneimittel bis hin zu interdisziplinären Themen wie der steigenden Anzahl an Nachweisen dafür, dass homöopathische Mittel die Genexpression modulieren und eine „Feldwirkung“ ausüben können.

Neue qualitativ hochwertiger Forschungsarbeiten | Veröffentlichung der ersten Ergebnisse aus der HRI-geförderten Grundlagenforschung

Das erste wichtige Forschungsprojekt des HRI – „Interaction of homeopathic potencies with the water soluble solvatochromic dye bis-dimethylaminofuchsone“ [Die Wechselwirkung homöopathischer Potenzen mit dem wasserlöslichen solvatochromen Farbstoff Bis-Dimethylaminofuchson] von Dr. Steven Cartwright – wurde 2015 veröffentlicht.

Dr. Cartwright konnte zeigen, dass solvatochrome Farbstoffe das Vorhandensein homöopathischer Potenzen erkennen, Seine Ergebnisse können als Ausgangsbasis für Forschungskonzepte (oder Forschungsansätze) dienen, die einen tieferen Einblick in die Beschaffenheit homöopathischer Arzneimittel und deren Wirkweise liefern.

2016

Kampf gegen Fehlberichterstattung | Das HRI beteiligt sich an der Anfechtung des NHMRC-Berichts

Im August 2016 wurde die ausführliche wissenschaftliche Analyse des HRI für eine Beschwerde in Bezug auf die Informationsschrift zur Homöopathie des Australian National Health and Medical Research Council (NHMRC) herangezogen, die dem Ombudsmann des Commonwealth durch den Verband Complementary Medicines Australia, die Australian Homoeopathic Association und die Australian Traditional-Medicine Society übergeben wurde. Diese Informationsschrift, die auch unter der Bezeichnung „der australische Bericht“ bekannt ist, kam zu der Schlussfolgerung, dass „…keine Erkrankungen existieren, bei denen die Wirksamkeit der Homöopathie zuverlässig nachgewiesen werden kann”.

Dieser Bericht sorgte weltweit für Schlagzeilen. Letztere suggerierten, das NHMRC habe festgestellt, dass sich die Homöopathie bei keiner Erkrankung als wirksam erwiesen hätte. Das HRI deckte ein eklatantes verfahrenstechnisches und wissenschaftliches Fehlverhalten auf, und der Fall liegt gegenwärtig weiter beim Ombudsmann.

Der HRI will ein breiteres Publikum erreichen | Übersetzung der „Homeopathy FAQs“

2016 fügten wir unserem Webauftritt die Webseite ‘FAQ Homöopathie‘ (Frequently Asked Questions), hinzu die sowohl die am häufigsten wiederholten Aussagen über die Homöopathie als auch eindeutige, evidenzbasierte Antworten umfasst. Da wir Anfragen aus der ganzen Welt erhalten, sind unsere FAQ nun neben Englisch in neun weiteren Sprachen verfügbar. Wir konnten dies dank der finanziellen Unterstützung der European Coalition on Homeopathic and Anthroposophic Medicinal Products (ECHAMP) umsetzen.

Die Freischaltung der mehrsprachigen FAQ war ein wichtiger Schritt für die Homöopathie generell, da sie einem viel breiteren Publikum genaue Informationen liefern (und Fehlinformationen entlarven).

2017

Richtungsweiser für die Homöopathieforschung | Die dritte HRI-Konferenz auf Malta

An der dritten HRI-Konferenz auf Malta nahmen 200 Delegierte aus 25 Ländern teil, um den Präsentationen von Forschern aus 19 Ländern beizuwohnen. Die 36 mündlichen Präsentationen und 37 Poster waren von äußerst hohem Niveau, was angesichts des ursprünglichen Auswahlverfahrens nicht anders zu erwarten war.

Malta bot eine atemberaubende Kulisse für diese Veranstaltung, die sich inzwischen als fester Termin bei Homöopathen etabliert hat.

2018

Veröffentlichung der ersten HRI-geförderten systematischen Übersichtsarbeit zur Grundlagenforschung

Die Ergebnisse der ersten HRI-geförderten systematischen Übersichtsarbeit zur Grundlagenforschung unter der Leitung von HRI-Generaldirektor Dr. Alexander Tournier zeigten einen drastischen Anstieg im Umfang sowie eine Qualitätssteigerung der physikalisch-chemischen Forschung im Bereich Homöopathie auf.

Die Abhandlung ist ein wichtiger Schritt hin zur Entwicklung eindeutiger und überprüfbarer Hypothesen zum Wirkmechanismus homöopathischer Arzneimittel und der erste Teil eines zweiteiligen Projekts.

…darüber hinaus…

Nach dem Jahreswechsel hat das HRI-Team eifrig an der Ausweitung von Forschungsprojekten und einem verbesserten Zugang zu hochwertigen Informationen rund um die Homöopathie gearbeitet. Auf der HRI-Website finden Sie Informationen zu den neuesten Entwicklungen und Projekten.

„Das HRI ist unerlässlich für die Zukunft der Homöopathieforschung sowohl im Vereinigten Königreich als auch weltweit. Es ist einfach toll, wie erfolgreich sich das HRI entwickelt.”

Dr Elizabeth Thompson
Leitende Krankenhausärztin und Hauptgeschäftsführerin,
National Centre for Integrative Medicine, UK

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