ADHS-Fallstudien

Die Verlaufskontrolle von 20 Kindern mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS), die ein Jahr lang homöopathisch behandelt wurden.

Leitende Forscherin – Philippa Fibert
Projektabschluss: September 2012

Ergebnisse

  • Bei Kindern, die an ADHS leiden und zusätzlich zum Therapiestandard ein Jahr lang homöopathisch behandelt wurden, besserte sich der Gesundheitszustand stärker als bei Kindern, die nur den Therapiestandard erhielten.
  • Bei den homöopathisch behandelten Kindern hielt die Besserung auch mindestens ein Jahr nach der Behandlung an.

Das HRI unterstützte dieses Projekt in gleicher Höhe wie Turner’s Court Youth Trust (eine Stiftung zur Unterstützung präventiver Maßnahmen gegen Jugendstraftaten), um fortlaufende Fallstudien zu ermöglichen, in denen untersucht wird, ob eine homöopathische Behandlung bei Kindern mit ADHS wirksam ist.

In dieser Studie erhielten 20 Kinder eine homöopathische Begleitbehandlung und wurden, sowohl bei Therapiebeginn (als auch in Woche 24 mit zehn Kindern verglichen, die nicht zusätzlich homöopathisch behandelt wurden. Grundlage für diesen Vergleich bildeten die DSM-IV-Merkmale (Conner’s Parent Rating Scale, CPRS) sowie eine selbst gewählte Skala (Measure Your Own Medical Outcome Profile, MYMOP). Aus einer Varianzanalyse (ANOVA) ging eine signifikante Beziehung zwischen dem Verlauf und der erhaltenen Behandlung hervor.

Eine Langzeitanalyse, die nach einem Jahr bei den homöopathisch behandelten Kindern durchgeführt wurde, zeigte, kam zu dem Ergebnis, dass sich der Gesundheitszustand der Kinder auch weiterhin verbesserte. Die Hälfte der Teilnehmer verzeichnete eine Besserung von mehr als 10 Perzentilen in ihren DSM-IV-Werten, je ein Viertel von mehr als 20 Perzentilen und ein Viertel weniger als 10 Perzentilen.

Das HRI fördert die Fortsetzung von Philippa Fiberts Studie nun in Form einer pragmatischen randomisierten kontrollierten klinischen Studie.

MehrWeniger

Es wurden unterschiedliche Methoden herangezogen, um optimale Behandlungsprotokolle zu ermitteln. Dabei stellte sich die CEASE-Methode für diese Kinder als besonders effektiv heraus. Es hatte sich gezeigt, dass Gaben der homöopathischen Arzneimittel häufig wiederholt werden mussten, um ihre Wirksamkeit aufrechtzuerhalten, was auf eine gehemmte Heilung hindeutete. Die CEASE-Methode (ein isopathischer Ansatz, der von Dr. Tinus Smits auf den Weg gebracht wurde), erwies sich als wirksam diese Hemmnisse abzubauen, so dass die Gabe der konstitutionellen Mittel weniger häufig wiederholt werden musste und zudem die Wirksamkeit der konstitutionellen Mittel erhöht wurde. Trotz des kleinen Stichprobenumfangs deutet diese Studie darauf hin, dass eine homöopathische Behandlung eine wirksame Intervention bei Kindern mit ADHS darstellt. Allerdings führen Einschränkungen wie eine fehlende Randomisierung und Verblindung sowie ungleiche Stichprobengrößen auch dazu, dass sich die Ergebnisse nur in begrenztem Maße verallgemeinern lassen.

Die Ergebnisse dieser Fallserie wurden über Konferenzen, Seminare, Magazine und Fachzeitschriften verbreitet und darüber hinaus auch in einer wissenschaftlichen Peer-Review-Fachzeitschrift veröffentlicht:

  • International Congress for Complementary Medicine Research (ICCMR) London; Posterpräsentation
  • Centre for Studies of Childhood and Youth (CSCY), University of Sheffield, Großbritannien; Posterpräsentation
  • Wissenschaftliche Gesellschaft für Homöopathie e.V., Köthen, Deutschland; Posterpräsentation
  • Homeopathic Research Institute (HRI) Barcelona, Spanien; Vortrag
  • Children’s Complementary Therapies Network (CCTN), Birmingham, Großbritannien; Vortrag
  • Department of Paediatrics, University of Oxford; Großbritannien, Seminarvortrag
  • Academic Department of Homeopathic Medicine, Bristol Homeopathic Hospital, Großbritannien; Masterclass-Präsentation
  • Buchkapitel für ein in Kürze erscheinendes Buch über die Behandlung von Autismus mittels Homöopathie; Herausgeber: Mike Andrews
  • Artikel im Magazin The Homeopath
  • Artikel im Magazin Autism Now (Autorin: Fiona McNeil)
  • Artikel im Magazin The Green Parent (Autorin: Fiona McNeil)
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