Homöopathie bei Sinusitis: Systematisches Review und Metaanalyse

Projektinhalt

Sinusitis ist eine häufig auftretende Erkrankung, bei der Patienten und Patientinnen einen Arzt oder Ärztin aufsuchen. Bei bakterieller Rhinosinusitis ist häufig eine Therapie mit Antibiotika indiziert. Die Behandlung einer akuten Sinusitis ist meistens unterstützend und beinhaltet Spülungen mit Kochsalzlösung, Schmerzmittel und abschwellende Mittel. Antibiotika werden nur bei Verdacht auf bakterielle Fälle verabreicht.

Die Behandlung der chronischen Sinusitis sieht intranasale Kortikosteroide vor, Antihistaminika und bei schweren Fällen die funktionelle endoskopische Nasennebenhöhlenoperation (FESS). Zu behandlungsbedingten unerwünschten Ereignissen gehören Nebenwirkungen durch Kortikosteroide (z.B. trockene Nase oder Reizung), Antibiotikaresistenz und Komplikationen bei der Operation wie Blutungen oder Infektionen.

Dieses Projekt zielt auf die Bewertung der Wirksamkeit von Homöopathie bei der Behandlung von Sinusitis ab und betrifft die Symptomerleichterung und eine verringerte Verabreichung von Antibiotika. Damit sollen Patienten und Patientinnen, Ärzte und Ärztinnen sowie Interessensvertreter klare, verständliche und sachliche Informationen zu einer Erkrankung erhalten, die routinemäßig mit Homöopathie behandelt wird.

Forschungsgruppe

  • Dr. Esther van der Werf, Homeopathy Research Institute, London, Vereinigtes Königreich
  • Rachel Roberts, Homeopathy Research Institute, London, Vereinigtes Königreich
  • Dr. Alyson Huntley, Centre for Academic Primary Care, Bristol Medical School, Bristol, Vereinigtes Königreich
  • Dr. Rachel Perry, The National Institute for Health and Care Research Applied Research Collaboration West (NIHR ARC West) am University Hospitals Bristol and Weston NHS Foundation Trust, Vereinigtes Königreich
  • Professor Nai Ming Lai, Medizinische Fakultät, Fakultät für Gesundheitswissenschaften und Medizin, Taylor’s University, Malaysia

Forschungsleiterin

Dr Esther van der Werf MSc PhD Dip IACH (Hom) (Diplom für Internationale Akademie der klassischen Homöopathie)Klinische Forschungsleiterin
Klinische Forschungsleiterin
Homeopathy Research Institute

Esther erwarb an der Erasmus-Universität Rotterdam (Niederlande) einen Master of Science in Epidemiologie sowie einen Master of Science in Gesundheitspolitik & Management. 2006 promovierte sie an der Erasmus-Universität Rotterdam über Epidemiologie und Harnwege. Esther ist zugelassene klassische Homöopathin und absolvierte ihre Ausbildung in Homöopathie an der Internationalen Akademie für klassische Homöopathie (unter der Leitung von Professor George Vithoulkas, Griechenland).

Sie kann auf eine über 20-jährige Erfahrung in der klinischen Forschung und im Projektmanagement zurückblicken. Im Anschluss daran arbeitete sie als Epidemiologin am Universitätsklinikum Utrecht sowie an der Fachhochschule Leiden (Niederlade). 2015 begann Esther ihre Tätigkeit an der Einrichtung für akademische Primärversorgung Centre of Academic Primary Care an der Universität Bristol (Vereinigtes Königreich), wo sie ihre Forschung zu integrativer Medizin und Infektionskrankheiten fortsetzte. Von August 2018 bis August 2019 baute sie die Forschungsgruppe zu integrativer Medizin an der medizinischen Fakultät der Taylor’s University in Kuala Lumpur, Malaysia auf, die sie leitete. Darauf leitete sie dann zwei Jahre lang die Forschungsabteilung für integrative Medizin am Louis Bolk Institut (Niederlande).

Worin liegt die Bedeutung dieses Projekts?

Sinusitis ist eine häufige Erkrankung. Von akuter Sinusitis sind dabei jährlich zwischen 6 und 15 % der Erwachsenen betroffen, chronische Sinusitis betrifft ungefähr 10 % der Weltbevölkerung. Patienten und Patientinnen, Behandelnde und weitere Interessensvertreter sind nur dann zu einer fundierten Entscheidung in der Lage, wenn sie über qualitativ hochwertige, zuverlässige Daten verfügen. Mit diesem Projekt konnten klare Angaben zu einer häufig auftretenden Erkrankung geliefert und ein vielversprechender Nachweis erbracht werden, dass Homöopathie als wirksame Therapie betrachtet werden kann. Da die Antibiotikaresistenz in der Gesundheitsversorgung ein wachsendes Problem darstellt, ist jede evidenzbasierte Behandlungsoption, die die Antibiotikaverwendung verringert, von größtem Nutzen.

Prospero

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