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„Die besten Studien beweisen, dass Homöopathie nicht wirkt“

Unter den „besten Studien“ versteht man üblicherweise allgemeine systematische Übersichtsarbeiten, die die Ergebnisse aller verfügbaren randomisierten kontrollierten Studien (RCTs) zu einer konkreten Frage analysieren.

Die jüngsten und robustesten Daten zur Wirksamkeit der Homöopathie stammen aus einer Metaanalyse von 2014 zu Placebo-kontrollierten, doppelblinden, randomisierten, kontrollierten Studien, bei denen festgestellt wurde, dass bei homöopathischen Arzneimitteln die Wahrscheinlichkeit um eineinhalb bis zweimal höher ist, dass sie im Vergleich zu Placebo eine Wirkung erzielen, wenn sie bei einer individuell abgestimmten Behandlung verschrieben werden.1

Diese Studie gehört zu einer der vier jüngsten umfassenden, systematischen Überprüfungen, die zwischen 2014 und 2019 von Dr. Robert Mathie. Nach Aussagen von Dr. Mathie wird bei ganzheitlicher Betrachtung mit diesem Arbeitsprogramm für die Homöopathie ein „unmissverständlich positives Ergebnis“ erzielt. 

Weitere Forschungen sind notwendig zur Konsolidierung und Verbreitung der jetzigen, evidenzbasierten Grundlagen der klinischen Studien für die Homöopathie. Diese systematischen Überprüfungen und Metaanalysen haben jedoch dazu beigetragen, vielversprechende Bereiche zu erkennen, damit die Forscher genau wissen, wo ihre Ansatzpunkte sind, um Entscheidungsträger und Patienten über das Wirkungspotential von homöopathischen Behandlungen zu informieren.

Weitere Einzelheiten zu den jüngsten systematischen Überprüfungen sowie frühere systematische Überprüfungen zu Homöopathie (1991 – 2005) sind unter Überblick zu klinischen Studien nachzulesen.

Wenn es 5 positive und nur 1 negative Studie gibt, warum weigern sich einige immer noch, die wissenschaftliche Evidenz zu akzeptieren?

Die Frage scheint sich um die „Plausibilitätsverzerrung“ zu drehen; d. h. derjenige, der an dem früheren Glauben festhält, wonach Homöopathie nicht möglich ist, wird die Forschungsergebnisse anders sehen als diejenigen, die glauben, dass Homöopathie wirken kann bzw. tatsächlich wirkt.

Bereits 1991 bringen die Autoren der ersten dieser großen Studien dies in ihrem eigenen Artikel sehr deutlich zum Ausdruck:2

„Wir sind von der Menge an positiven Nachweisen, sogar unter den besten Studien, überrascht. Aufgrund der Datenlage wären wir bereit, zu akzeptieren, dass Homöopathie wirksam sein kann, wenn nur der Wirkmechanismus plausibler wäre.“

Es ist anzumerken, dass keine der Überprüfungsarbeiten von Dr. Mathie zur Aufnahme in die Überprüfung der Homöopathie 2015 des NHMRC (Nationaler Gesundheits- und Forschungsrat)  berücksichtigt wurde, da diese Arbeiten zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht wurden (die Studie enthielt Veröffentlichungen bis zu 2013) und keinen Nachweis zu einzelnen Erkrankungen liefern. Es ist jedoch schwer nachvollziehbar, warum die Stellungnahme des EASAC (Wissenschaftlicher Beirat der europäischen Akademien) zu Homöopathie von 2017 diese vier Überprüfungen in keinster Weise nennt, da es sich damals um die wichtigsten und robustesten Daten zu diesem Thema handelte.

ReferenzenWeniger

1. Mathie RT et al. Randomised placebo-controlled trials of individualised homeopathic treatment: systematic review and meta-analysis. Systematic Reviews, 2014; 3: 142
 | Full text

2. Kleijnen J, Knipschild P, ter Riet G. Clinical trials of homeopathy. BMJ, 1991302: 960 | PubMed

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