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„Wissenschaftler behaupten, Homöopathie ist nicht möglich“

Nicht alle Wissenschaftler glauben, dass Homöopathie nicht möglich ist. Prof. Luc Montagnier, der 2008 für seine Beteiligung an der Entdeckung von HIV mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde, behauptet, dass Homöopathen derart hohe Verdünnungen zu Recht anwenden.

In einem Interview mit der Zeitschrift „Science“ antwortete er auf die Frage: „Glauben Sie, dass an der Homöopathie etwas Wahres dran ist?“„Was ich hier und heute behaupten kann, ist, dass die hohen Verdünnungen berechtigt sind. Hohe Verdünnungen von etwas sind nicht Nichts. Es sind Wasserstrukturen, die die ursprünglichen Moleküle nachbilden.“ 1

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Prof. Luc Montagnier ist ein französischer Virologe. Seine aktuelle Forschung konzentriert sich gänzlich auf das Studium der elektromagnetischen Eigenschaften biologischer Substanzen (z. B. DNA und Bakterien), die unter Einsatz derselben Herstellungstechnik wie bei homöopathischen Mitteln, d. h. serielle Verdünnung abwechselnd mit Verschüttelung, zu hohen Verdünnungen aufbereitet werden. In dem Interview aus dem Jahr 2011 sprach er über seine Arbeit und die Gründe für seinen Wechsel nach China im Alter von 78 Jahren, darunter die „mit diesem Thema verbundenen Ängste“ in Europa.

Die Wissenschaft ist einem ständigen Wandel unterworfen. Was das wissenschaftliche Establishment zu einem Zeitpunkt für „unmöglich“ hält, ist zu einem späteren Zeitpunkt eine bewiesene „Tatsache“.

Ein berühmtes Beispiel einer medizinischen Kehrtwende finden wir im Jahr 1982: Als Dr. Barry Marshall und Dr. Robin Warren erstmals ihre Theorie formulierten, dass eine bakterielle Infektion die Ursache für Magengeschwüre ist, wurde deren Gedanke belächelt.2  

Die Wissenschaftler behaupteten, Bakterien könnten unmöglich im sauren Milieu des Magens überleben, geschweige denn gedeihen. Erst Jahre später wurden Marshall und Warren rehabilitiert, als sich ihre Annahmen als richtig herausstellten – die Infektion mit Helicobacter pylori ist tatsächlich die häufigste Ursache für Magengeschwüre.

2005 wurden sie mit dem Medizin-Nobelpreis ausgezeichnet. In der Laudatio wurden die Mediziner für ihre „Hartnäckigkeit und ihren Willen vorherrschende Dogmen in Frage zu stellen“ gelobt.

Solange es Wissenschaftler gibt, die die biologische Wirkung homöopathischer Mittel weiter erforschen, sollten wir vielleicht etwas zurückhaltender mit dem Begriff „unmöglich“ im Zusammenhang mit der Medizin umgehen.

QuellenWeniger

  1. Martin Enserink „French Nobelist Escapes „Intellectual Terror“ to Pursue Radical Ideas in China“. Science, 2010; 330(6012): 1732 | Sciencemag | FullText
  2. Pincock S. Nobel Prize winners Robin Warren and Barry Marshall. Lancet, 2005; 366(9495):1429 | FullText

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„High dilutions of something are not nothing. They are water structures which mimic the original molecules.“ Prof Montagnier
Nobel Laureate