{"id":9729,"date":"2018-05-29T06:24:38","date_gmt":"2018-05-29T06:24:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hri-research.org\/?page_id=9729\/"},"modified":"2020-12-09T12:38:44","modified_gmt":"2020-12-09T12:38:44","slug":"im-rampenlicht-homoeopathie-im-britischen-national-health-service-nhs","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.hri-research.org\/de\/informationsquellen\/wichtiges-forschungsmaterial\/im-rampenlicht-homoeopathie-im-britischen-national-health-service-nhs\/","title":{"rendered":"Im Rampenlicht: Hom\u00f6opathie im britischen National Health Service (NHS)"},"content":{"rendered":"<p>Manche Menschen vertreten die Ansicht, dass keine \u00f6ffentlichen Gelder f\u00fcr die Hom\u00f6opathie ausgegeben werden sollten, da es \u201ekeinen Beweis f\u00fcr deren Wirkung\u201c gebe oder \u201edas Geld der Steuerzahler nicht f\u00fcr Placebos verschwendet werden sollte\u201c.<\/p>\n<h3><span class=\"accent\">Wie viel wird f\u00fcr Hom\u00f6opathie Vereinigtes K\u00f6nigreich ausgegeben?<\/span><\/h3>\n<ul>\n<li>Im Jahr 2016 wurden f\u00fcr 40.000 hom\u00f6opathische Verschreibungen lediglich <strong>\u00a3\u00a092.412<\/strong>\u00a0der Gesamtaufwendungen von\u00a0<strong>\u00a3\u00a09,2\u00a0Milliarden<\/strong> ausgegeben.<a href=\"http:\/\/content.digital.nhs.uk\/catalogue\/PUB23631\/pres-cost-anal-eng-2016-rep.pdf\"><sup>1<\/sup><\/a><\/li>\n<li>Vom gesamten Arzneimittelbudget des NHS in H\u00f6he von\u00a0<strong>\u00a3\u00a0100\u00a0Milliarden pro Jahr<\/strong>\u00a0gibt dieser<strong>\u00a0\u00a3\u00a04\u00a0Millionen (0,004\u00a0%)<\/strong> f\u00fcr die Hom\u00f6opathie aus<sup>2<\/sup>; darin enthalten ist alles vom Krankenhausbetrieb bis hin zu den Arztgeh\u00e4ltern.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bei Betrachtung des Kosten-Nutzen-Verh\u00e4ltnisses sollte man Folgendes bedenken: Wenn Hom\u00f6opathie-Patienten nicht hom\u00f6opathisch behandelt w\u00fcrden, m\u00fcssten sie durch andere Abteilungen mit teureren schulmedizinischen Medikamenten behandelt werden.<\/p>\n<h3><span class=\"accent\">Die Hom\u00f6opathie sollte genauso betrachtet werden wie alle anderen NHS-Behandlungen<\/span><\/h3>\n<p>Manche argumentieren, dass der NHS f\u00fcr Hom\u00f6opathie nicht aufkommen sollte, da man nicht wisse, ob sie wirkt, wohingegen schulmedizinische Medikamente \u201ealtbew\u00e4hrt\u201c seien. \u00dcberraschenderweise ist dieses Thema faktisch nicht so eindeutig, wie man gemeinhin vermuten m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Eine Analyse in der <em>Clinical Evidence<\/em><a href=\"http:\/\/clinicalevidence.bmj.com\/x\/set\/static\/cms\/efficacy-categorisations.html\"><sup>3<\/sup><\/a> des British Medical Journal\u00a0(BMJ) zeigt auf, dass <strong>bekannterma\u00dfen<\/strong> nur <strong>11\u00a0% der 3.000 Behandlungen, die der NHS h\u00e4ufig einsetzt, einen Nutzen bringen<\/strong>:<\/p>\n<p><sup><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-17732 size-large\" src=\"https:\/\/www.hri-research.org\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/2-Pie-chart_de-scaled-e1607517517845-1024x739.jpg\" alt=\"\" width=\"520\" height=\"375\" srcset=\"https:\/\/www.hri-research.org\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/2-Pie-chart_de-scaled-e1607517517845-1024x739.jpg 1024w, https:\/\/www.hri-research.org\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/2-Pie-chart_de-scaled-e1607517517845-300x216.jpg 300w, https:\/\/www.hri-research.org\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/2-Pie-chart_de-scaled-e1607517517845-768x554.jpg 768w, https:\/\/www.hri-research.org\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/2-Pie-chart_de-scaled-e1607517517845-1536x1108.jpg 1536w, https:\/\/www.hri-research.org\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/2-Pie-chart_de-scaled-e1607517517845-2048x1478.jpg 2048w, https:\/\/www.hri-research.org\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/2-Pie-chart_de-scaled-e1607517517845-98x71.jpg 98w, https:\/\/www.hri-research.org\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/2-Pie-chart_de-scaled-e1607517517845-198x143.jpg 198w, https:\/\/www.hri-research.org\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/2-Pie-chart_de-scaled-e1607517517845-158x114.jpg 158w, https:\/\/www.hri-research.org\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/2-Pie-chart_de-scaled-e1607517517845-160x115.jpg 160w, https:\/\/www.hri-research.org\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/2-Pie-chart_de-scaled-e1607517517845-520x375.jpg 520w\" sizes=\"auto, (max-width: 520px) 100vw, 520px\" \/> <\/sup><br \/>\nDiese Daten zeigen deutlich, dass der NHS auch zahlreiche nicht-hom\u00f6opathische Behandlungen bezahlt, f\u00fcr die die Faktenlage noch unklar ist.<\/p>\n<h3><span class=\"accent\">Welche Belege gibt es daf\u00fcr, dass Hom\u00f6opathie den Patienten des NHS hilft?<\/span><\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/www.hri-research.org\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Observational-studies-of-homeopathy-Sept-2018.pdf\">F\u00fcnf seit 1999 durchgef\u00fchrte und ver\u00f6ffentlichte Beobachtungsstudien<\/a> haben die Behandlungsergebnisse der Patienten nachverfolgt, die in <strong>hom\u00f6opathisch ausgerichteten<\/strong> NHS-Krankenh\u00e4usern behandelt wurden. Diese Studien zeigen \u00fcbereinstimmend, dass sich der klinische Zustand der Patienten nach einer hom\u00f6opathischen Behandlung bessert (oft bei chronischen, schwer zu behandelnden Erkrankungen); einige zeigen auch Sparpotenziell f\u00fcr den NHS auf, da weniger herk\u00f6mmliche schulmedizinische Medikamente verordnet werden m\u00fcssen. Hier ein paar Beispiele:<\/p>\n<p>Die gr\u00f6\u00dfte Studie am <b>Bristol Homeopathic Hospital verfolgte \u00fcber Zeitraum von sechs Jahren mehr als 6.500 verschiedene Patienten mit \u00fcber 23.000\u00a0Krankenhausbesuchen<\/b><sup><a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/16296912\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">4<\/a><\/sup>. <b>70\u00a0% der Patienten berichteten, dass sich ihr Gesundheitszustand gebessert habe<\/b>; 50\u00a0% stuften die Besserung sogar als \u201edeutlich\u201c ein.<p><a href=\"#\" class=\"expand-content\" id=\"6a2e2665263e7\"><span class=\"expand-content-more\">Mehr<\/span><span class=\"expand-content-less\">Weniger<\/span><\/a><\/p><div class=\"collapse-content\" id=\"panel-6a2e2665263e7\">Die h\u00e4ufigsten Diagnosegruppen waren: Dermatologie, Neurologie, Rheumatologie, Gastroenterologie, Psychiatrie und HNO. Die deutlichsten Besserungen wurden bei kindlichem Ekzem oder Asthma bei Kindern sowie bei chronisch-entz\u00fcndlichen Darmerkra.<\/div><!-- de --><\/p>\n<p>Die Ergebnisse dieser Bristol-Studie aus dem Jahr 2005 wurden durch eine neuere Studie best\u00e4tigt, die 2016 ver\u00f6ffentlicht wurde. Letztere zeigte anhand eines Audits an knapp <strong>200 Patienten<\/strong> auf, dass sich <strong>der Gesundheitszustand chronisch kranker Patienten, die hom\u00f6opathisch behandelt werden, statisch signifikant verbessert<\/strong>.<sup><a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/27914570\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">5<\/a>\u00a0<\/sup><p><a href=\"#\" class=\"expand-content\" id=\"6a2e26652642e\"><span class=\"expand-content-more\">Mehr<\/span><span class=\"expand-content-less\">Weniger<\/span><\/a><\/p><div class=\"collapse-content\" id=\"panel-6a2e26652642e\">Insgesamt 198 Patienten wurden in jeweils einer bis f\u00fcnf Sitzungen anhand eines von den Patienten ausgef\u00fcllten Fragebogens (MYMOP2) beurteilt. Die h\u00e4ufigsten Krankheiten waren Neoplasma, psychische Beschwerden und Erkrankungen des Urogenitaltrakts w\u00e4hrend es sich bei den am h\u00e4ufigsten erw\u00e4hnten Symptomen um Schmerzen, mentale Symptome und M\u00fcdigkeit\/Fatigue handelte. Die \u201eIntention-to-treat\u201c-Analyse zeigte, dass ein durchschnittlicher <strong>MYMOP2-Wert von 1.24<\/strong> von der ersten bis zur letzten Sitzung erreicht wurde, wobei <strong>statistisch signifikante Verbesserungen sowohl bei denjenigen erzielt wurden, die die Studie abschlossen als auch bei denjenigen, die sie nicht abschlossen (p&lt;0,001)<\/strong>.<\/div><!-- de --><\/p>\n<p><strong>Eine Untersuchung mit 500 Patienten am Royal London Homeopathic Hospital konnte zeigen, dass viele Patienten im Zuge einer hom\u00f6opathischen Behandlung ihre schulmedizinische Medikamente reduzieren oder sogar komplett absetzen konnten<\/strong>.<a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/15022657\"><sup>6<\/sup><\/a> <p><a href=\"#\" class=\"expand-content\" id=\"6a2e266526446\"><span class=\"expand-content-more\">Mehr<\/span><span class=\"expand-content-less\">Weniger<\/span><\/a><\/p><div class=\"collapse-content\" id=\"panel-6a2e266526446\">Der Grad der Besserung variierte in Abh\u00e4ngigkeit von der Diagnose. Beispielsweise berichteten 72 % der Patienten mit Hautkrankheiten, dass sie ihre herk\u00f6mmlichen schulmedizinische Medikamente absetzen oder reduzieren konnten; bei Krebspatienten war dies nicht der Fall. Die Studie zeigte zudem, dass viele Patienten sich aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Vertr\u00e4glichkeit der schulmedizinischen Behandlung hom\u00f6opathischen Therapien zuwenden.<\/div><!-- de --><\/p>\n<p>Bei der Beurteilung dieser klinischen Ergebnisse ist es wichtig zu bedenken, dass Patienten des NHS in der Regel an die Hom\u00f6opathie \u00fcberwiesen werden, weil die Schulmedizin keine zufriedenstellenden Ergebnisse erzielen konnte oder eine schulmedizinische Behandlung in ihrem Fall kontraindiziert ist. Hier ist nun die Frage berechtigt: Wer w\u00fcrde dann diese 40.000 Menschen behandeln, wenn die hom\u00f6opathischen Angebote nicht zur Verf\u00fcgung st\u00fcnden? Wie ethisch ist die Abschaffung eines Dienstes, der gegenw\u00e4rtig von Patienten gesch\u00e4tzt wird, ohne ihnen eine praktikable Behandlungsalternative anbieten zu k\u00f6nnen?<\/p>\n<h3><span class=\"accent\">Interessante vergleichbare Forschung aus Frankreich<\/span><\/h3>\n<p>Die Hom\u00f6opathie ist in Frankreich weit verbreitet. Eine gro\u00dfe Studie (\u201eEPI3\u201c) , in der 8.559 Patienten aus Hausarztpraxen rekrutiert wurden, diente der Bewertung der Wirksamkeit hom\u00f6opathischer Behandlungen.<a href=\"http:\/\/bmjopen.bmj.com\/content\/1\/2\/e000215.long\"><sup>7<\/sup><\/a> Zu den Autoren dieser Studie geh\u00f6ren neben Lucien Abenhaim \u2013 dem fr\u00fcheren Leiter (\u201eDirecteur g\u00e9n\u00e9ral\u201c) der franz\u00f6sischen Gesundheitsbeh\u00f6rde \u2013 Wissenschaftler renommierter wissenschaftlicher Institutionen wie das Institut Pasteur in Paris, die Universit\u00e4t von Bordeaux und die McGill-Universit\u00e4t in Montreal.<\/p>\n<p>\u00dcberblick \u00fcber die wichtigsten Ergebnisse des EPI3-Projekts:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Infektionen der oberen Atemwege (URTIs) \u2013 Patienten, die vonhom\u00f6opathisch ausgebildeten Haus\u00e4rzten behandelt wurden, schnitten klinisch betrachtet ebenso gut ab wie diejenigen, die rein schulmedizinisch behandelt wurden; sie kamen jedoch mit weniger schulmedizinischen Medikamenten aus<\/strong><a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pmc\/articles\/PMC3960096\/\"><sup>8<\/sup><\/a> <p><a href=\"#\" class=\"expand-content\" id=\"6a2e266526456\"><span class=\"expand-content-more\">Mehr<\/span><span class=\"expand-content-less\">Weniger<\/span><\/a><\/p><div class=\"collapse-content\" id=\"panel-6a2e266526456\">Von 518 Erwachsenen und Kindern mit Infekten der oberen Atemwege zeigten die Patienten, die Haus\u00e4rzte mit einer Zusatzqualifikation in Hom\u00f6opathie aufsuchten, \u00e4hnliche klinische Ergebnisse wie diejenigen, die von rein schulmedizinisch ausgebildeten Haus\u00e4rzten behandelt wurden. Sie ben\u00f6tigten jedoch signifikant weniger Antibiotika (Quotenverh\u00e4ltnis (\u201eOdds ratio\u201c, OR) = 0,43; Kofidenzintervall (KI): 0,27\u20130,68) und fiebersenkende\/entz\u00fcndungshemmende Medikamente (OR = 0,54; 95 % KI: 0,38\u20130,76).<\/div><!-- de --><\/li>\n<li><strong>Beschwerden des Bewegungsapparats \u2013 <\/strong>hom\u00f6opathisch behandelte Patienten schnitten klinisch ebenso gut ab wie schulmedizinisch behandelte, nahmen aber nur halb so viel nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) ein und litten seltener an NSAR-assoziierten Nebenwirkungen<a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pmc\/articles\/PMC3960096\/\"><sup>9<\/sup><\/a><strong><br \/>\n<\/strong><p><a href=\"#\" class=\"expand-content\" id=\"6a2e266526468\"><span class=\"expand-content-more\">Mehr<\/span><span class=\"expand-content-less\">Weniger<\/span><\/a><\/p><div class=\"collapse-content\" id=\"panel-6a2e266526468\">1.153 Patienten mit Beschwerden des Bewegungsapparates wurden zw\u00f6lf Monate lang beobachtet. Dabei wurden folgende Gruppen verglichen: Eine Gruppe wurde hom\u00f6opathisch behandelt (N = 371), eine schulmedizinisch (N = 272), und eine dritte erhielt eine Kombination aus beiden Behandlungsans\u00e4tzen (N = 510). W\u00e4hrend des zw\u00f6lfmonatigen Beobachtungszeitraums war die Entwicklung spezieller funktionaler Werte in allen Gruppen identisch (p &gt; 0,05). Nach Bereinigung um Propensity-Scores war der NSAR-Verbrauch \u00fcber 12 Monate in der Hom\u00f6opathiegruppe jedoch fast nur halb so hoch (OR = 0,54; 95 % KI = 0,38\u20130,78) wie in der schulmedizinischen Gruppe. In der Gruppe mit kombinierter Therapie wurde kein statistisch signifikanter Unterschied festgestellt (OR = 0,81; 95 % KI = 0,59\u20131,15). Die von hom\u00f6opathischen \u00c4rzten behandelten Patienten mit Beschwerden des Bewegungsapparats zeigten bei geringerer NSAR-Exposition einen \u00e4hnlichen klinischen Verlauf wie Patienten in schulmedizinischen Praxen; dabei traten aber weder weniger NSAR-bedingte Nebenwirkungen auf noch gab es Einschr\u00e4nkungen an therapeutischen M\u00f6glichkeiten.<\/div><!-- de --><\/li>\n<li><strong>Angstst\u00f6rungen und depressive St\u00f6rungen (anxiety and depressive disorders (ADDs))<\/strong>.<sup><span style=\"font-size: 12px;\"><a href=\"http:\/\/bmjopen.bmj.com\/content\/2\/6\/e001498.full\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">10<\/a> <\/span><\/sup>Patienten, die von hom\u00f6opathisch ausgebildeten \u00c4rzten behandelt wurden, <sup>\u00a0<\/sup>erhielten seltener Psychopharmaka<p><a href=\"#\" class=\"expand-content\" id=\"6a2e266526476\"><span class=\"expand-content-more\">Mehr<\/span><span class=\"expand-content-less\">Weniger<\/span><\/a><\/p><div class=\"collapse-content\" id=\"panel-6a2e266526476\"> An der EPI3-Teilstudie zu Schlaf-, Angst- und depressiven St\u00f6rungen nahmen 1572 Patienten teil, bei denen eine Schlaf-, Angst- oder depressive St\u00f6rung diagnostiziert worden war und die zur Behandlung eine Allgemeinarztpraxis aufsuchten; dabei gab es bez\u00fcglich der Praxis drei Pr\u00e4ferenzen: die streng schulmedizinische Praxis (GP-CM), die gemischte komplement\u00e4re und schulmedizinische Praxis (GP-Mx) und die zertifizierte hom\u00f6opathische Praxis (GP-Ho). Psychopharmaka wurden h\u00e4ufiger von GP-CM (64 %) als von GP-Mx (55,4 %) und GP-Ho (31,2 %) verordnet. Hinsichtlich ihrer Begleiterkrankungen und der Lebensqualit\u00e4t wiesen die drei Patientengruppen eine \u00e4hnliche Schwere ihrer Schlaf-, Angst- und depressiven St\u00f6rungen auf.<\/div><!-- de --><\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"#\" class=\"expand-content button accent-bg\" id=\"6a2e266526493\"><span class=\"expand-content-more\">Referenzen<\/span><span class=\"expand-content-less\">Weniger<\/span><\/a><\/p><div class=\"collapse-content\" id=\"panel-6a2e266526493\">\n<ol>\n<li>NHS Digital: NHS Prescription Cost Analysis 2016 [<a href=\"http:\/\/content.digital.nhs.uk\/catalogue\/PUB23631\/pres-cost-anal-eng-2016-rep.pdf\">Link<\/a>]<\/li>\n<li>Freedom of Information Act request to the Department of Health by the Faculty of Homeopathy.\u00a0Cost was \u00a311.89 million between 2005 and 2008.<\/li>\n<li>BMJ Clinical Evidence, Efficacy Categorisations. 2017. Available from\u00a0<a href=\"http:\/\/clinicalevidence.bmj.com\/x\/set\/static\/cms\/efficacy-categorisations.html\">http:\/\/clinicalevidence.bmj.com\/x\/set\/static\/cms\/efficacy-categorisations.html<\/a>\u00a0[Accessed 25 Sept 2017]<\/li>\n<li>Spence D, Thompson E A, Barron S J. Homeopathic treatment for chronic disease: a 6-year university-hospital outpatient observational study. J Altern Complement Med 2005; 5: 793-798 | <a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/16296912\">PubMed<\/a><\/li>\n<li>Thompson E, Viksveen P, Barron S. A patient reported outcome measure in homeopathic clinical practice for long term conditions.\u00a0<em>Homeopathy<\/em>, 2016;\u00a0<strong>105(4)<\/strong>: 309-317 | <a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/27914570\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">PubMed<\/a><\/li>\n<li>Sharples F, van Haselen R, Fisher P. NHS patients&#8216; perspective on complementary medicine.\u00a0Complement Ther Med 2003; 11: 243-248 | <a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/15022657\">PubMed<\/a><\/li>\n<li>Grimaldi-Bensouda, L. <em>et al.<\/em> Benchmarking the burden of 100 diseases: results of a nationwide representative survey within general practices. <em>BMJ Open<\/em> <strong>1,<\/strong> e000215 (2011) | <a href=\"http:\/\/bmjopen.bmj.com\/content\/1\/2\/e000215.long\">Full Text<\/a><\/li>\n<li>Grimaldi-Bensouda, L. <em>et al.<\/em> Management of upper respiratory tract infections by different medical practices, including homeopathy, and consumption of antibiotics in primary care: the EPI3 cohort study in France 2007-2008. <em>PloS One<\/em> <strong>9,<\/strong> e89990 (2014). | <a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pmc\/articles\/PMC3960096\/\">Full Text<\/a><\/li>\n<li>Rossignol, M. <em>et al.<\/em> Impact of physician preferences for homeopathic or conventional medicines on patients with musculoskeletal disorders: results from the EPI3-MSD cohort.\u00a0<em>Pharmacoepidemiol. Drug Saf.<\/em> <strong>21,<\/strong> 1093\u20131101 (2012) | <a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pmc\/articles\/PMC3960096\/\">PubMed<\/a><\/li>\n<li>Grimaldi-Bensouda, L. <em>et al.<\/em> Who seeks primary care for sleep, anxiety and depressive disorders from physicians prescribing homeopathic and other complementary medicine? Results from the EPI3 population survey. <em>BMJ Open, <\/em>2012;<em>\u00a0<\/em><strong>2 |\u00a0<\/strong><a href=\"http:\/\/bmjopen.bmj.com\/content\/2\/6\/e001498.full\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Full text<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/div><!-- de -->\n<p>Um eine Zusammenfassung dieser Seite in pdf-Format herunterzuladen, klicken Sie bitte <a href=\"https:\/\/www.hri-research.org\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/NHS-homeopathy-in-the-spotlight-Sept2018.pdf\">hier<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Manche Menschen vertreten die Ansicht, dass keine \u00f6ffentlichen Gelder f\u00fcr die Hom\u00f6opathie ausgegeben werden sollten, da es \u201ekeinen Beweis f\u00fcr deren Wirkung\u201c gebe oder \u201edas Geld der Steuerzahler nicht f\u00fcr Placebos verschwendet werden sollte\u201c. Wie viel wird f\u00fcr Hom\u00f6opathie Vereinigtes K\u00f6nigreich ausgegeben? 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