{"id":9718,"date":"2018-05-29T06:12:07","date_gmt":"2018-05-29T06:12:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hri-research.org\/?page_id=9718\/"},"modified":"2019-10-11T07:33:56","modified_gmt":"2019-10-11T07:33:56","slug":"der-britische-science-technogy-report-wissenschafts-und-technologie-bericht","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.hri-research.org\/de\/informationsquellen\/die-homoopathie-debatte\/der-britische-science-technogy-report-wissenschafts-und-technologie-bericht\/","title":{"rendered":"Der britische \u201eScience &#038; Technogy Report\u201c (Wissenschafts- und Technologie-Bericht)"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-weight: 400;\">Es wird oft berichtet, dass keine <\/span><span style=\"font-weight: 400;\">Nachweise<\/span><span style=\"font-weight: 400;\"> zur Wirksamkeit der Hom\u00f6opathie vorliegen oder dass die aktuelle Evidenzbasis zeigt, dass die Hom\u00f6opathie nicht besser wirkt als ein Placebo. <\/span><b>Keine dieser Aussagen ist richtig.<\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Solche Fehlannahmen ergeben sich weitgehend aus zwei Dokumenten \u2013 dem<\/span> <a href=\"https:\/\/www.hri-research.org\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Evidence-Check-2-Homeopathy-report-2010.pdf\"><b>Bericht \u201eEvidence Check 2: Homeopathy\u201c des britischen Wissenschafts- und Technologie-Ausschusses im Unterhaus<\/b><\/a> <span style=\"font-weight: 400;\">und der neueren <\/span><span style=\"font-weight: 400;\">Informationsschrift<\/span><span style=\"font-weight: 400;\"> \u00fcber Hom\u00f6opathie, die vom Australian National Health and Medical Research Council verfasst wurde (<\/span><a href=\"https:\/\/www.hri-research.org\/de\/informationsquellen\/die-homoopathie-debatte\/der-australische-bericht\/\"><b>der \u201eaustralische Bericht\u201c<\/b><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Der britische Wissenschafts- und Technologiebericht \u201eEvidence Check 2\u201c (EC2) wurde 2010 von einem Ausschuss von 14 Parlamentsabgeordneten ver\u00f6ffentlicht<\/span><a href=\"https:\/\/www.hri-research.org\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Evidence-Check-2-Homeopathy-report-2010.pdf\"><span style=\"font-weight: 400;\">1<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">. Dieser Bericht kam zu dem Schluss, dass die Hom\u00f6opathie nicht besser wirke als ein Placebo und dass auf dem Gebiet der Hom\u00f6opathie keine Forschung mehr betrieben werden solle.<\/span><\/p>\n<div class=\"highlight-box accent-border\">\n<h3 style=\"text-align: center;\"><b>Der Wissenschafts- und Technologiebericht EC2 \u2013 die wichtigsten Fakten<\/b><\/h3>\n<ol>\n<li style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Dieser Bericht ist kein wissenschaftliches Dokument und sollte daher nicht als Teil der wissenschaftlichen<\/span><span style=\"font-weight: 400;\"> Literatur angesehen werden, wie sie von Entscheidungstr\u00e4gern <\/span><span style=\"font-weight: 400;\">als Nachweis<\/span><span style=\"font-weight: 400;\"> verwendet wird.<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Nicht nur Hom\u00f6opathen sind der Meinung, der Bericht sei mangelhaft \u2013 er erntete auch weithin Kritik von Personen au\u00dferhalb des hom\u00f6opathischen Berufstands.<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Der Abgeordnetenausschuss schloss alle <\/span><span style=\"font-weight: 400;\">Nachweise<\/span><span style=\"font-weight: 400;\"> f\u00fcr Hom\u00f6opathie mit Ausnahme von f\u00fcnf <\/span><span style=\"font-weight: 400;\">systematischen \u00dcbersichtsarbeiten<\/span><span style=\"font-weight: 400;\"> aus \u2013 und gr\u00fcndete seine Schlussfolgerungen schlie\u00dflich auf nur einer dieser Studien.<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Der Bericht spiegelt nicht die Ansicht der Regierung des Vereinigten K\u00f6nigreichs wider \u2013 das Gesundheitsministerium lehnte den Bericht ab.<\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><\/div><\/span><\/li>\n<\/ol>\n<h3><b>Zuverl\u00e4ssigkeit des Berichts<\/b><\/h3>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Da weiterhin allgemein auf dieses Dokument Bezug genommen wird, muss seine Zuverl\u00e4ssigkeit objektiv betrachtet werden. Obwohl von einigen als \u201eumfassende <\/span><span style=\"font-weight: 400;\">\u00dcberpr\u00fcfung<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">\u201c der <\/span><span style=\"font-weight: 400;\">Nachweise<\/span><span style=\"font-weight: 400;\"> beschrieben, <\/span><b>ist der \u201eEvidence Check 2\u201c kein wissenschaftliches Dokument<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">\u00a0\u2013 es handelt sich vielmehr um einen Bericht, der von einem Ausschuss von 14 Parlamentsabgeordneten zusammengestellt wurde. Es wurde keine systematische wissenschaftliche Methode angewendet, er wurde nicht von akademischen Experten auf diesem Fachgebiet durchgef\u00fchrt, und die Auswahl der enthaltenen <\/span><span style=\"font-weight: 400;\">Nachweise<\/span><span style=\"font-weight: 400;\"> zeigt eine beunruhigende Voreingenommenheit \u2013 sowohl in Bezug auf die schriftlichen Beitr\u00e4ge als auch auf die Auswahl der Zeugen, die f\u00fcr m\u00fcndliche <\/span><span style=\"font-weight: 400;\">Angaben<\/span><span style=\"font-weight: 400;\"> zugelassen wurden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die zahlreichen Schwachstellen im EC2-Bericht waren eklatant genug, um die Kritik von Politikern auf sich zu ziehen, die sich mit der Durchf\u00fchrung solcher N<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">achweis-\u00dcberpr\u00fcfungen<\/span><span style=\"font-weight: 400;\"> auskennen:<\/span><\/p>\n<ul>\n<li><span style=\"font-weight: 400;\">Vier Abgeordnete stimmten \u00fcber den Bericht ab: <\/span><b>Drei stimmten f\u00fcr die Ratifizierung des Berichts,<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> ein Abgeordneter (Ian Stewart) enthielt sich der Stimme. Er teilte die Meinung des Berichts nicht, denn er hatte Bedenken in Bezug auf die \u201eAusgewogenheit der Zeugen\u201c.<\/span><\/li>\n<li><b>70 Abgeordnete \u00e4u\u00dferten Bedenken, indem sie einen formalen Antrag im Unterhaus (eine sog. \u201eEarly Day Motion\u201c, kurz: EDM) unterschrieben<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">\u00a0(EDM 908<\/span>)<sup><a title=\"EDM 908\" href=\"http:\/\/www.parliament.uk\/edm\/2009-10\/908\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">2<\/a><\/sup><\/li>\n<li><span style=\"font-weight: 400;\">Graf Baldwin of Bewdley kam in einer unabh\u00e4ngigen Kritik zu dem Schluss, der Bericht sei <\/span><b>\u201eeine unzuverl\u00e4ssige Quelle f\u00fcr <\/b><b>Nachweise<\/b><b> \u00fcber die Hom\u00f6opathie\u201c<\/b>.<sup><a href=\"https:\/\/www.hri-research.org\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Baldwin_Observations-on-Evidence-Check-2-Homeopathy-report-2010.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">3<\/a>\u00a0<\/sup><span style=\"font-weight: 400;\">Graf Baldwins Meinung ist besonders interessant, da er im Unterausschuss f\u00fcr Wissenschaft und Technologie des Oberhauses diente, der in den Jahren 1999\u20132000 Untersuchungen auf den Gebieten der Komplement\u00e4r- und Alternativmedizin anstellte. Graf Baldwin war daher mit den korrekten Verfahren des Wissenschafts- und Technologieausschusses sowie mit dem betreffenden Thema vertraut.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Diese und andere Fragestellungen wurden auf einer eigens eingerichteten Website gemeldet: <\/span><span style=\"font-weight: 400;\"><a href=\"http:\/\/www.homeopathyevidencecheck.org\/\">http:\/\/www.homeopathyevidencecheck.org\/<\/a>.<\/span><\/p>\n<h3><b>Um welche <\/b><b>Nachweise<\/b><b> geht es in dem Bericht?<\/b><\/h3>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Abgesehen vom Thema Zuverl\u00e4ssigkeit besteht ein zweites wichtiges Problem darin, dass im EC2 nur klinische Nachweise ber\u00fccksichtigt wurden. Sogar dann <\/span><b>bezog sich der einzige klinische Nachweis, der ber\u00fccksichtigt wurde, auf die <\/b><b><i>\u201eideale\u201c Wirksamkeit (\u201eefficacy\u201c) <\/i><\/b><b>der Hom\u00f6opathie, nicht auf die \u201ereale\u201c Wirksamkeit (\u201eeffectiveness\u201c),<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> d.\u00a0h. es wurden nur Studien betrachtet, in denen gepr\u00fcft wurde, ob die Hom\u00f6opathie unter streng kontrollierten, k\u00fcnstlichen experimentellen Bedingungen wirkt, und nicht etwa Studien, in denen gepr\u00fcft wurde, ob sie an \u201eechten Patienten\u201c unter realen klinischen Bedingungen wirkt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Der Ausschuss ber\u00fccksichtigte nur f\u00fcnf <\/span><span style=\"font-weight: 400;\">systematische \u00dcbersichtsarbeiten<\/span><span style=\"font-weight: 400;\"> zu randomisierten kontrollierten Studien (RKS)<\/span><sup><a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/1825800\"><span style=\"font-weight: 400;\">4<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">,<\/span><a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/9310601\"><span style=\"font-weight: 400;\">5<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">,<\/span><a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/10391656\"><span style=\"font-weight: 400;\">6<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">,<\/span><a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/10853874\"><span style=\"font-weight: 400;\">7<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">,<\/span><a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/16125589\"><span style=\"font-weight: 400;\">8<\/span><\/a><\/sup><span style=\"font-weight: 400;\">. Davon wurden die vier Metaanalysen ausgeschlossen, die zu weitgehend positiven Ergebnissen zugunsten der Hom\u00f6opathie gelangten<\/span><sup><a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/1825800\"><span style=\"font-weight: 400;\">4<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">,<\/span><a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/9310601\"><span style=\"font-weight: 400;\">5<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">,<\/span><a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/10391656\"><span style=\"font-weight: 400;\">6<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">,<\/span><a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/10853874\"><span style=\"font-weight: 400;\">7<\/span><\/a><\/sup><span style=\"font-weight: 400;\">. Dieser Ausschluss basierte g\u00e4nzlich auf der Aussage von Prof. Edzard Ernst<\/span><a href=\"https:\/\/www.hri-research.org\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Evidence-Check-2-Homeopathy-report-2010.pdf\"><span style=\"font-weight: 400;\"><sup>9<\/sup><\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, der erkl\u00e4rte, dass seiner Meinung nach drei veraltet seien und eine tats\u00e4chlich als negativ betrachtet werden sollte. Die einzige Studie, die Prof. Ernst nicht kritisierte, war die <\/span><a href=\"https:\/\/www.hri-research.org\/de\/informationsquellen\/die-homoopathie-debatte\/die-lancet-veroeffentlichung-von-shang-et-al\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><span style=\"font-weight: 400;\">\u201e<\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">Lancet<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\">-Studie\u201c<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> von Shang\u00a0et\u00a0al. aus dem Jahr 2005<\/span><sup><a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/16125589\"><span style=\"font-weight: 400;\">8<\/span><\/a><\/sup><span style=\"font-weight: 400;\">, die seiner Beschreibung nach zu einem \u201everheerend negativen Gesamtfazit\u201c gelangte.<\/span><\/p>\n<h3><b>Zuverl\u00e4ssigkeit der Lancet-Studie<\/b><\/h3>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Da die Schlussfolgerung des EC2-Berichts quasi ausschlie\u00dflich auf der Studie von Shang\u00a0et\u00a0al. basierte, ist einmal mehr die Qualit\u00e4t und Zuverl\u00e4ssigkeit dieses <\/span><span style=\"font-weight: 400;\">Beleg<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">s von zentraler Bedeutung.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Es wurden zahlreiche Bedenken \u00fcber die Studie von <\/span><a href=\"https:\/\/www.hri-research.org\/de\/informationsquellen\/die-homoopathie-debatte\/die-lancet-veroeffentlichung-von-shang-et-al\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><span style=\"font-weight: 400;\">Shang\u00a0et\u00a0al.<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> ge\u00e4u\u00dfert, insbesondere die Tatsache, dass<\/span><b> ihre Schlussfolgerungen auf nur acht der 110\u00a0Studien basierten,<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> die den Autoren damals zur Verf\u00fcgung standen, und dass ferner keine Sensitivit\u00e4tsanalyse enthalten ist<\/span><sup><a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/18834714\"><span style=\"font-weight: 400;\">10<\/span><\/a><\/sup><span style=\"font-weight: 400;\">. <\/span><b>Wenn man also nur eine einzige der acht\u00a0Studien ver\u00e4ndert, die in die Analyse einbezogen wurden, wird das Ergebnis umgekehrt und zeigt, dass die Hom\u00f6opathie \u00fcber den Placebo-Effekt hinaus wirkt.<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> Dadurch wird die Zuverl\u00e4ssigkeit der von dieser Arbeit berichteten Ergebnisse vollst\u00e4ndig untergraben.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Zudem beruht keine einzige dieser acht\u00a0Studien auf einer individualisierten hom\u00f6opathischen Behandlung \u2013 also die Form der Hom\u00f6opathie, die als \u201eStandardbehandlung\u201c gilt.<\/span><\/p>\n<h3><b>Der EC2-Bericht ist mittlerweile hoffnungslos veraltet<\/b><\/h3>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Obwohl der EC2-Bericht im Jahr 2010 ver\u00f6ffentlicht wurde, st\u00fctzten sich die Schlussfolgerungen des Berichts nur auf systematische \u00dcbersichtsarbeiten, die bis 2005 ver\u00f6ffentlicht worden waren. Prof. Ernst erkl\u00e4rte in seiner Vorlage auch, dass seine Argumentation (gegen die Hom\u00f6opathie) auf <\/span><span style=\"font-weight: 400;\">Nachweise<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">n aufgebaut wurde, die bis zum Jahr 2005 ver\u00f6ffentlicht worden waren <\/span><sup><a href=\"https:\/\/www.hri-research.org\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Evidence-Check-2-Homeopathy-report-2010.pdf\"><span style=\"font-weight: 400;\">11<\/span><\/a><\/sup><span style=\"font-weight: 400;\">. Das bedeutet, dass <\/span><b>die im Jahr 2010 diskutierten <\/b><b>Nachweise<\/b><b> bereits mindestens f\u00fcnf Jahre alt waren<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Sieht man sich nun die <\/span><span style=\"font-weight: 400;\">Evidenzbasis<\/span><span style=\"font-weight: 400;\"> f\u00fcr die Hom\u00f6opathie im Jahr 2018 erneut an, zeigt sich, dass seit dem EC2-Bericht <a href=\"https:\/\/www.hri-research.org\/de\/informationsquellen\/wichtiges-forschungsmaterial\/klinische-studien-im-ueberblick\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">bedeutende Fortschritte auf dem Gebiet der Hom\u00f6opathieforschung<\/a> erzielt worden sind, die auch die Ver\u00f6ffentlichung neuerer <\/span><span style=\"font-weight: 400;\">systematischer \u00dcbersichtsarbeiten<\/span><span style=\"font-weight: 400;\"> einschlie\u00dfen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Beispielsweise ergab eine \u00dcbersichtsarbeit von Mathie\u00a0et\u00a0al.<\/span><a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/23290875\"><span style=\"font-weight: 400;\"><sup>12<\/sup><\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> aus dem Jahr 2014, dass <\/span><b>hom\u00f6opathische Arzneimittel, die w\u00e4hrend einer individualisierten Behandlung verschrieben werden, mit 1,5- bis 2-mal h\u00f6herer Wahrscheinlichkeit eine positive Wirkung haben als ein Placebo<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">. <\/span><\/p>\n<h3><b>Die Position der Regierung des Vereinigten K\u00f6nigreichs<\/b><\/h3>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Antwort der Regierung auf den Bericht des Wissenschafts- und Technologieausschusses wurde im Juli 2010 vom Gesundheitsministerium ver\u00f6ffentlicht<\/span><sup><a href=\"https:\/\/www.hri-research.org\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Government-Response-to-the-report-Evidence-Check-2-Homeopathy.pdf\"><span style=\"font-weight: 400;\">14<\/span><\/a><\/sup><span style=\"font-weight: 400;\">.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Regierung lehnte es ab, hom\u00f6opathische Pr\u00e4parate zu verbieten, und bezeichnete die Hom\u00f6opathie als eine EU-weit anerkannte und h\u00e4ufig eingesetzte Therapiem\u00f6glichkeit. Die Antwort betonte die Wahlm\u00f6glichkeit der Patienten als Hauptgrund, um Hom\u00f6opathie im Rahmen des nationalen Gesundheitsdienstes weiter zu finanzieren.<\/span><\/p>\n<p><a href=\"#\" class=\"expand-content button accent-bg\" id=\"69e61e10d368a\"><span class=\"expand-content-more\">Referenzen<\/span><span class=\"expand-content-less\">Weniger<\/span><\/a><\/p><div class=\"collapse-content\" id=\"panel-69e61e10d368a\">\n<ol>\n<li>Evidence Check 2: Homeopathy, Report by the House of Commons Science and Technology Committee, February 2010 | <a href=\"https:\/\/www.hri-research.org\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Evidence-Check-2-Homeopathy-report-2010.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Link<\/a><\/li>\n<li>UK Parliament Early Day Motion 908 | <a href=\"http:\/\/www.parliament.uk\/edm\/2009-10\/908\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Link<\/a><\/li>\n<li>Earl Baldwin of Bewdley, June 2010: Observations on the report Evidence Check 2: Homeopathy by the House of\u00a0 Commons Science and Technology Committee, February 2010 | <a href=\"https:\/\/www.hri-research.org\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Baldwin_Observations-on-Evidence-Check-2-Homeopathy-report-2010.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Link<\/a><\/li>\n<li>Kleijnen, J., Knipschild, P. &amp; ter Riet, G. Trials of homeopathy. <em>BMJ,\u00a0<\/em>1991; <strong>302:<\/strong>960 |\u00a0<a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/1825800\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">PubMed<\/a><\/li>\n<li>Linde, K. et al. Are the clinical effects of homeopathy placebo effects? A meta-analysis of placebo-controlled trials. <em>Lancet<\/em>, 1997; <strong>350:<\/strong>\u00a0834\u2013843 | <a title=\"Linde, K. et al. Are the clinical effects of homeopathy placebo effects? A meta-analysis of placebo-controlled trials. Lancet 350, 834\u2013843 (1997)\" href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/9310601\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">PubMed<\/a><\/li>\n<li>Linde, K. et al. Impact of study quality on outcome in placebo-controlled trials of homeopathy. <em>J. Clin. Epidemiol.,<\/em> 1999; <strong>52<\/strong>, 631\u2013636 | <a title=\"Linde, K. et al. Impact of study quality on outcome in placebo-controlled trials of homeopathy. J. Clin. Epidemiol. 52, 631\u2013636 (1999).\" href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/10391656\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Pubmed<\/a><\/li>\n<li>Cucherat, M., Haugh, M. C., Gooch, M. &amp; Boissel, J. P. Evidence of clinical efficacy of homeopathy. A meta-analysis of clinical trials. HMRAG. Homeopathic Medicines Research Advisory Group. <em>Eur. J. Clin. Pharmacol., <\/em>2000;<strong>56:<\/strong>\u00a027\u201333 | <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/10853874\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">PubMed<\/a><\/li>\n<li>Shang A, Huwiler-Muntener K, Nartey L, et al. Are the clinical effects of homoeopathy placebo effects? Comparative study of placebo-controlled trials of homoeopathy and allopathy. <em>Lancet,<\/em> 2005; <strong>366<\/strong>: 726\u201332 | <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/16125589\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">PubMed<\/a><\/li>\n<li>House of Commons Science and Technology Committee &#8211; Evidence Check 2: Homeopathy, Fourth Report of Session 2009-10. (February, 2010)\u00a0Page 18, Point 65 to 69 (p.22 of PDF) | <a href=\"https:\/\/www.hri-research.org\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Evidence-Check-2-Homeopathy-report-2010.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Link<\/a><\/li>\n<li>L\u00fcdtke, R. &amp; Rutten, A. L. B. The conclusions on the effectiveness of homeopathy highly depend on the set of analyzed trials. <em>J. Clin. Epidemiol.,\u00a0<\/em>2008; <strong>61:<\/strong>\u00a01197\u20131204 |\u00a0<a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/18834714\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">PubMed<\/a><\/li>\n<li>House of Commons Science and Technology Committee &#8211; Evidence Check 2: Homeopathy, Fourth Report of Session 2009-10.\u00a0(February, 2010) Memorandum submitted by Professor Edzard Ernst (HO 16), Evidence Ev 26 (p.85 of PDF) | <a href=\"https:\/\/www.hri-research.org\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Evidence-Check-2-Homeopathy-report-2010.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Link<\/a><\/li>\n<li>Mathie, R. T. et al. Randomised controlled trials of homeopathy in humans: characterising the research journal literature for systematic review. <em>Homeopat. J. Fac. Homeopat., <\/em>2013<em>;<\/em> <strong>102:<\/strong>\u00a03\u201324 |\u00a0<a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/23290875\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">PubMed<\/a><\/li>\n<li>Mathie, R. T. et al. Randomised, double-blind, placebo-controlled trials of non-individualised homeopathic treatment: systematic review and meta-analysis.\u00a0<em>Systematic Reviews<\/em>, 2017;\u00a0<strong>6<\/strong>:63 | <a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/28340607\">PubMed<\/a><\/li>\n<li>The UK government response to the Science &amp; Technology Committee\u2019s report | <a href=\"https:\/\/www.hri-research.org\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Government-Response-to-the-report-Evidence-Check-2-Homeopathy.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Link<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/div><!-- de -->\n<p><a href=\"https:\/\/www.hri-research.org\/de\/informationsquellen\/die-homoopathie-debatte\/\"><b>Zur\u00fcck zu \u201cDie Hom\u00f6opathie-Debatte\u201d<\/b><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es wird oft berichtet, dass keine Nachweise zur Wirksamkeit der Hom\u00f6opathie vorliegen oder dass die aktuelle Evidenzbasis zeigt, dass die Hom\u00f6opathie nicht besser wirkt als ein Placebo. Keine dieser Aussagen ist richtig. 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