{"id":11520,"date":"2019-05-12T07:10:15","date_gmt":"2019-05-12T07:10:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hri-research.org\/?page_id=11520\/"},"modified":"2019-10-24T09:07:36","modified_gmt":"2019-10-24T09:07:36","slug":"rds-pilotstudie","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.hri-research.org\/de\/laufende-projekte\/abgeschlossene-projekte\/rds-pilotstudie\/","title":{"rendered":"RDS-Pilotstudie"},"content":{"rendered":"<h3><a title=\"Peckham E. J., et al., Interim results of a randomised controlled trial of homeopathic treatment for irritable bowel syndrome, Homeopathy (2014)\" href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/24931748\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Die HIBS-Studie<\/a> &#8211; Eine Pilotstudie zur hom\u00f6opathischen Behandlung des Reizdarmsyndroms (RDS)<br \/>\n(HIBS = <strong>H<\/strong>omeopathic <strong>T<\/strong>reatment of <strong>I<\/strong>rritable <strong>B<\/strong>owel <strong>S<\/strong>yndrome)<\/h3>\n<p>Leitender Forscher &#8211; Dr. K Kapil<br \/>\nAbschluss der Datenerhebung: Dezember 2013<\/p>\n<p>Es wird h\u00e4ufig suggeriert, dass die Besserung, die von Patienten mit einer hom\u00f6opathischen Behandlung berichtet wird, auf die \u201eZeit und Aufmerksamkeit\u201c zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, die ihnen vom Hom\u00f6opathen gewidmet wird. Andere wiederum glauben, dass die von Patienten berichtete Besserung auf den therapeutischen Effekt der hom\u00f6opathischen Arzneimittel zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Forscher der <em>University of Leeds<\/em> und der <em>University of Sheffield<\/em> arbeiteten mit Klinik\u00e4rzten und Patienten des <em>Barnsley Hospital NHS Foundation Trust<\/em> zusammen, um dieser Frage nachzugehen.<\/p>\n<p>Diese innovative Studie, f\u00fcr die mehr als 100 Patienten rekrutiert wurden, verglich drei Patientengruppen miteinander: Patienten, die gem\u00e4\u00df Therapiestandard behandelt wurden, Patienten, die zus\u00e4tzlich zum Therapiestandard \u201eunterst\u00fctzendes Zuh\u00f6ren\u201c erhielten sowie Patienten, die sowohl nach Therapiestandard als auch hom\u00f6opathisch behandelt wurden. Auf diese Weise konnte sowohl beurteilt werden, welche Rolle die Beratung durch den Hom\u00f6opathen als auch welche Rolle die Wirkung des hom\u00f6opathischen Arzneimittels spielt.<\/p>\n<p><span style=\"line-height: 1.5em;\"><div class=\"highlight-box accent-border\"><\/span><\/p>\n<p><b>Aus ersten Analysen gehen folgende Erkenntnisse hervor:<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>Bei Patienten, die sowohl gem\u00e4\u00df Therapiestandard als auch hom\u00f6opathisch behandelt wurden, besserte sich der Gesundheitszustand deutlicher als bei Patienten, die nur gem\u00e4\u00df Therapiestandard behandelt wurden.<\/li>\n<li>Bei Patienten, die sowohl gem\u00e4\u00df Therapiestandard als auch hom\u00f6opathisch behandelt wurden, besserte sich der Gesundheitszustand deutlicher als bei Patienten, die zus\u00e4tzlich zum Therapiestandard \u201eunterst\u00fctzendes Zuh\u00f6ren\u201c erhielten. Dies deutet darauf hin, dass die in der zus\u00e4tzlich hom\u00f6opathisch behandelten Gruppe beobachteten Besserungen nicht vollst\u00e4ndig der therapeutischen Wirkung der Zuwendung in Form von \u201eZeit und Aufmerksamkeit\u201c zugeschrieben werden k\u00f6nnen, die den Patienten w\u00e4hrend der \u00e4rztlichen Beratung zuteilwurde.<\/li>\n<li>Obwohl diese Pilotstudie auf einen klinischen Nutzen der individualisierten hom\u00f6opathischen Behandlung hindeutet, der sich zumindest teilweise auf die verschriebenen hom\u00f6opathischen Arzneimittel zur\u00fcckf\u00fchren l\u00e4sst, war die Anzahl der Patienten f\u00fcr ein statistisch signifikantes Ergebnis zu gering (d. h., es lassen sich keine fundierten Schlussfolgerungen ziehen).<\/li>\n<\/ul>\n<\/div><\/p>\n<p><strong>Aufgrund der positiven <\/strong><a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/24931748\"><strong>Ergebnisse dieser Pilotstudie<\/strong><\/a><strong> sollten weitere Untersuchungen im Rahmen einer gr\u00f6\u00dfer angelegten Studie mit einer ausreichend hohen Anzahl an Teilnehmern durchgef\u00fchrt werden, um fundierte Schlussfolgerungen zu erm\u00f6glichen.<\/strong><\/p>\n<p class=\"10ptText1After12pt\"><span lang=\"DE\">Peter Whorwell, Professor f\u00fcr Medizin und Gastroenterologie an der <i>University of Manchester<\/i>, der am Design dieser Studie beteiligt war, erkl\u00e4rt ihre klinische Bedeutung:<\/span><\/p>\n<blockquote><p><em>Das RDS ist nach wie vor eine Erkrankung, deren Behandlung sehr anspruchsvoll ist. Da die derzeit verf\u00fcgbaren Medikamente nicht immer wirken, suchen viele Patienten nach alternativen Behandlungsans\u00e4tzen. Folglich m\u00fcssen wir herausfinden, ob diese Ans\u00e4tze n\u00fctzlich sind, indem wir alle Vorurteile ablegen und ordnungsgem\u00e4\u00df durchgef\u00fchrte Studien derartiger Behandlungen vorurteilslos unterst\u00fctzen.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>F\u00fcr das HRI war die teilweise F\u00f6rderung dieses Projekts eine Ehre. In einer Zeit, in der die Hom\u00f6opathie nach wie vor aufgrund fehlender hochwertiger Nachweise kritisiert wird, ist dies genau die Art von Hom\u00f6opathieforschung, die so dringend ben\u00f6tigt wird \u2013 ein Expertenteam aus ausgebildeten Hom\u00f6opathen, Gastroenterologen und Forschern, die innerhalb des britischen National Health Service (NHS) gemeinsam gr\u00fcndliche wissenschaftliche Forschung betreiben.<\/p>\n<p>Nach dem Erfolg der HIBS-Studie unterst\u00fctzt das HRI momentan die Projektleiterin Jackie Raw bei der Entwicklung eines neuen Projekts im selben Krankenhaus \u2013 <a href=\"https:\/\/www.hri-research.org\/hri-research\/what-can-homeopathy-treat\/ibs\/\">die RDS-Dienstleistungsevaluierung<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"#\" class=\"expand-content\" id=\"6a65d32027a73\"><span class=\"expand-content-more\">Mehr<\/span><span class=\"expand-content-less\">Weniger<\/span><\/a><\/p><div class=\"collapse-content\" id=\"panel-6a65d32027a73\">\n<p>Zur Ergebnismessung wurde der IBS Symptom Severity Score (IBS-SSS) herangezogen. Die Ergebnisse lauteten wie folgt:<\/p>\n<ul>\n<li>Therapiestandard plus Hom\u00f6opathie: R\u00fcckgang um 50 Punkte: 62,5 % der Patienten, Anstieg um 50 Punkte: 18,8 % der Patienten,<\/li>\n<li>Therapiestandard plus \u201eUnterst\u00fctzendes Zuh\u00f6ren\u201c: R\u00fcckgang um 50 Punkte: 38,9 % der Patienten, Anstieg um 50 Punkte: 16,7 %,<\/li>\n<li>Nur Therapiestandard: R\u00fcckgang um 50 Punkte: 25,0 % der Patienten, Anstieg um 50 Punkte: 18,3 % der Patienten.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Leitender Forscher<br \/>\n<\/strong><b><\/b>Dr. K Kapur &#8211; Gastroenterologe, <em>Barnsley Hospital NHS Foundation Trust<\/em><\/p>\n<p><strong>Das Forschungsteam<br \/>\n<\/strong><b><\/b>Dr. E. Said \u2013 Assistenzarzt f\u00fcr Gastroenterologie<br \/>\nJ. Raw \u2013 Zugelassene Hom\u00f6opathin<br \/>\nC. Walters \u2013 Zugelassene Hom\u00f6opathin<br \/>\nDr. C. Relton \u2013 Wissenschaftliche Mitarbeiterin, School of Health and Related Research (ScHARR; University of Sheffield), zugelassene Hom\u00f6opathin<br \/>\nE. Peckham \u2013 PhD-Studentin, School of Healthcare, University of Leeds<br \/>\nProf. K. Thomas \u2013 School of Healthcare, University of Leeds<br \/>\nDr. C. M. Smith \u2013 Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Akutversorgung, Barnsley Hospital NHS Foundation Trust<br \/>\nE. Goodwin \u2013 Stellvertretende wissenschaftliche Mitarbeiterin, Barnsley Hospital NHS Foundation Trust<br \/>\nFrau Bowen \u2013 Patientenbeauftragte<\/p>\n<\/div><!-- de -->\n<h3>Publikationen im Rahmen dieses Projekts<\/h3>\n<p class=\"10ptText1After12pt\"><span lang=\"DE\">Erste Ergebnisse dieses Projekts wurden 2013 in Barcelona im Rahmen der ersten <i>HRI International Research Conference in Homeopathy<\/i> pr\u00e4sentiert | <a href=\"https:\/\/www.hri-research.org\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Peckham-et.-al._Exploring-the-effectiveness-of-homeopathic-treatment-for-IBSabstract.pdf\">Kurzfassung<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"line-height: 1.5em;\"><strong><span class=\"no-underline\"><a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/24931748\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Interim results of a randomised controlled trial of homeopathic treatment for irritable bowel syndrome<\/a><\/span><\/strong><br \/>\nPeckham EJ, Relton C, Raw J, Walters C, Thomas K, Smith C, Kapur K, Said E.<br \/>\n<em>Homeopathy 2014, Jul;103(3):172-7<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"line-height: 1.5em;\"><span class=\"open-access\">Open Access<\/span>\u00a0<\/span><span class=\"no-underline\"><b style=\"line-height: 1.5em;\"><a href=\"http:\/\/www.biomedcentral.com\/1472-6882\/12\/212\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">A protocol for a trial of homeopathic treatment for irritable bowel syndrome<br \/>\n<\/a><\/b><\/span>Peckham EJ, Relton C, Raw J, Walters C, Thomas K, Smith C.<br \/>\n<em>BMC Complement Altern Med.<span style=\"line-height: 1.5em;\"> 2012 Nov 6;12:212<\/span><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die HIBS-Studie &#8211; Eine Pilotstudie zur hom\u00f6opathischen Behandlung des Reizdarmsyndroms (RDS) (HIBS = Homeopathic Treatment of Irritable Bowel Syndrome) Leitender Forscher &#8211; Dr. K Kapil Abschluss der Datenerhebung: Dezember 2013 Es wird h\u00e4ufig suggeriert, dass die Besserung, die von Patienten mit einer hom\u00f6opathischen Behandlung berichtet wird, auf die \u201eZeit und Aufmerksamkeit\u201c zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, die ihnen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":835,"featured_media":0,"parent":11516,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-11520","page","type-page","status-publish","hentry"],"jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.hri-research.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/11520","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.hri-research.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.hri-research.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hri-research.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/835"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hri-research.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11520"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.hri-research.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/11520\/revisions"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hri-research.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/11516"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.hri-research.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11520"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}