{"id":10147,"date":"2019-02-01T14:22:24","date_gmt":"2019-02-01T14:22:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hri-research.org\/?page_id=10147\/"},"modified":"2019-10-10T14:39:37","modified_gmt":"2019-10-10T14:39:37","slug":"faq-australischer-bericht","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.hri-research.org\/de\/informationsquellen\/die-homoopathie-debatte\/der-australische-bericht\/faq-australischer-bericht\/","title":{"rendered":"FAQ australischer Bericht"},"content":{"rendered":"<h3><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-page_width_image wp-image-8808\" src=\"https:\/\/www.hri-research.org\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/shutterstock_393936409-crop-520x241.jpeg\" alt=\"\" width=\"520\" height=\"241\" srcset=\"https:\/\/www.hri-research.org\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/shutterstock_393936409-crop-520x241.jpeg 520w, https:\/\/www.hri-research.org\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/shutterstock_393936409-crop-300x139.jpeg 300w, https:\/\/www.hri-research.org\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/shutterstock_393936409-crop-768x357.jpeg 768w, https:\/\/www.hri-research.org\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/shutterstock_393936409-crop-98x46.jpeg 98w, https:\/\/www.hri-research.org\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/shutterstock_393936409-crop-198x92.jpeg 198w, https:\/\/www.hri-research.org\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/shutterstock_393936409-crop-158x73.jpeg 158w, https:\/\/www.hri-research.org\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/shutterstock_393936409-crop-160x74.jpeg 160w, https:\/\/www.hri-research.org\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/shutterstock_393936409-crop.jpeg 997w\" sizes=\"auto, (max-width: 520px) 100vw, 520px\" \/><\/h3>\n<h3><span class=\"accent\">1 &#8211;\u00a0Gibt es eine wissenschaftliche Begr\u00fcndung f\u00fcr die \u201a150er-Regel\u2018?<\/span><\/h3>\n<p><a href=\"#\" class=\"expand-content\" id=\"69f37064585f3\"><span class=\"expand-content-more\">Mehr<\/span><span class=\"expand-content-less\">Weniger<\/span><\/a><\/p><div class=\"collapse-content\" id=\"panel-69f37064585f3\">\n<p>Nein. Wir haben weder eine weitere \u00dcbersichtsarbeit des NHMRC noch einer anderen Forschungsgruppe gefunden, in der die Ergebnisse aller Studien mit N\u00a0&lt;\u00a0150 aufgrund unzureichender Teilnehmerzahlen pauschal abgelehnt werden.<\/p>\n<p>Das ist jedoch nicht \u00fcberraschend, da Statistiker best\u00e4tigen werden, dass die Anzahl an Teilnehmern, die f\u00fcr eine bestimmte Studie n\u00f6tig sind, damit sie als hinreichend \u201aaussagekr\u00e4ftig\u2018 gilt (d.\u00a0h. ausreichend Teilnehmer vorhanden sind, um bedeutsame Ergebnisse zu liefern), von einer Reihe von Faktoren abh\u00e4ngt, die nur auf diese Studie zutreffen. Daher gibt es weder eine festgelegte \u201aMindestprobengr\u00f6\u00dfe\u2018 f\u00fcr jede Studie noch eine statistische Begr\u00fcndung, dass ein derartiges \u201aMinimum\u2018 (willk\u00fcrlich) bei N\u00a0&gt;\u00a0150 festgelegt werden sollte.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus finanziert der NHMRC regelm\u00e4\u00dfig <a href=\"https:\/\/www.hri-research.org\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Examples-of-trials-with-less-than-150-participants-funded-by-NHMRC.pdf\">Studien mit weniger als 150 Teilnehmern<\/a> und wirkt an derartigen Studien mit. Wenn diese Studien allesamt als von Natur aus unzuverl\u00e4ssig gelten, weil sie nicht gen\u00fcgend Teilnehmer aufweisen, warum werden sie dann durch den NHMRC finanziert?<\/p>\n<\/div><!-- de -->\n<h3><span class=\"accent\">2 &#8211; <span lang=\"DE\">Ich finde die Stelle nicht, wo der NHMRC-Bericht angibt, dass weniger als 150 Teilnehmer eine Studie unzuverl\u00e4ssig machen<\/span><\/span><\/h3>\n<p><a href=\"#\" class=\"expand-content\" id=\"69f3706458624\"><span class=\"expand-content-more\">Mehr<\/span><span class=\"expand-content-less\">Weniger<\/span><\/a><\/p><div class=\"collapse-content\" id=\"panel-69f3706458624\">\n<p><span lang=\"DE\">Der NHMRC erw\u00e4hnt nur auf Seite 275 des Dokuments, das die Anh\u00e4nge zum \u00dcbersichtsbericht enth\u00e4lt, explizit, dass Studien mehr als 150 Teilnehmer haben m\u00fcssen, damit die Teilnehmerzahl als \u201aausreichend\u2018 gilt:<\/span><\/p>\n<blockquote><p><em><span lang=\"DE\">\u201eF\u00fcr den Hom\u00f6opathie-Review wurden Studien mit N\u00a0&gt;\u00a0150 als ausreichend gro\u00df erachtet(d.\u00a0h. solche Studien, die als \u201amittelgro\u00df\u2018 oder gr\u00f6\u00dfer eingestuft wurden), da es sich bei den Ergebnissen generell um kontinuierliche Ergebnisse handelte.\u201c<\/span><\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><span lang=\"DE\">Der NHMRC stellte die Ergebnisse seiner Bewertung dahingehend vor, ob es <\/span><span lang=\"DE\">\u201azuverl\u00e4ssige Nachweise\u2018 f\u00fcr die Wirksamkeit der Hom\u00f6opathie gefunden hat. Allerdings l\u00e4sst sich anhand der Dokumente des NHMRC nur schwer nachvollziehen, wie \u201azuverl\u00e4ssige Nachweise\u2018 definiert wurden.<\/span><\/p>\n<p>Der australische Bericht (\u201a<em>Australian Report<\/em>\u2018) umfasst drei Hauptdokumente:<\/p>\n<ul>\n<li>die <strong>Informationsschrift (\u201a<em>Information Paper\u2018<\/em>, IP)<\/strong>\u2013 eine Zusammenfassung in verst\u00e4ndlicher Sprache f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit (40 Seiten)<\/li>\n<li>den <strong>\u00dcbersichtsbericht (\u201a<em>Overview Report\u2018<\/em>)<\/strong>\u2013 eine vollst\u00e4ndige wissenschaftliche Bewertung der Nachweise (300 Seiten)<\/li>\n<li>die <strong>Anh\u00e4nge zum \u00dcbersichtsbericht (\u201a<em>Overview Report Appendices<\/em>\u2018)<\/strong>\u2013 umfassende zus\u00e4tzliche Hintergrundinformationen (282 Seiten).<\/li>\n<\/ul>\n<p><span lang=\"DE\">In der Informationsschrift definiert der NHMRC eine \u201azuverl\u00e4ssige\u2018 Studie indirekt als \u201ehochwertig, gut konzipiert und mit ausreichenden Teilnehmerzahlen f\u00fcr ein aussagekr\u00e4ftiges Ergebnis\u201c (IP, S. 11 unter \u201eFindings of the NHMRC overview\u201c [Ergebnisse \u2013 \u00dcberblick], Anmerkung: Unterstreichungen stammen vom HRI):<\/span><\/p>\n<blockquote><p><em>\u201aAus der Forschung am Menschen gingen <u>keine zuverl\u00e4ssigen Nachweise<\/u>daf\u00fcr hervor, dass die Hom\u00f6opathie ein wirksamer Ansatz zur Behandlung der diversen Erkrankungen ist, die betrachtet wurden: \u201eKeine <u>hochwertige, gut konzipierte Studie mit ausreichenden Teilnehmerzahlen f\u00fcr ein aussagekr\u00e4ftiges Ergebnis<\/u>wies aus, dass eine hom\u00f6opathische Behandlung den Gesundheitszustand entweder deutlicher als Placebo oder ihn in \u00e4hnlicher Weise wie eine andere Behandlung besserte.\u2018<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><b><span lang=\"DE\">Der NHMRC erw\u00e4hnt nur auf Seite 275 des Dokuments, das die <\/span><\/b><b><span lang=\"DE\">Anh\u00e4nge zum \u00dcbersichtsbericht enth\u00e4lt,<\/span><\/b><b><span lang=\"DE\">explizit, dass Studien mehr als 150 Teilnehmer haben m\u00fcssen, damit die Teilnehmerzahl als \u201aausreichend\u2018 gilt.<\/span><\/b><b><\/b><\/p>\n<p><span lang=\"DE\">Kein B\u00fcrger, nur sehr wenige Interessenvertreter oder politische Entscheidungstr\u00e4ger und nur die engagiertesten Forscher werden dieses Dokument aber wohl jemals lesen. Ein solcher Mangel an Transparenz ist typisch f\u00fcr den australischen Bericht; der Leser muss selbst herausarbeiten, wie die Daten analysiert wurden, indem er die Informationen zusammenf\u00fcgt, die \u00fcber die drei Dokumente verteilt bereitgestellt werden (siehe unten).<\/span><\/p>\n<p><b><span class=\"accent\" lang=\"DE\">1. Informationsschrift (\u201aInformation Paper\u2018, IP)<\/span><\/b><b><\/b><\/p>\n<p><span lang=\"DE\">Trotz der Tatsache, dass die Informationsschriftals Hauptdokument verwendet wird, um die Ergebnisse des NHMRC der \u00d6ffentlichkeit zu pr\u00e4sentieren, wird die Teilnehmerzahl, die f\u00fcr eine Studie mit \u201agen\u00fcgend Teilnehmern\u2018 f\u00fcr ein aussagekr\u00e4ftiges Ergebnis\u201c ben\u00f6tigt werden, an keiner Stelle in diesem Dokument definiert.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"DE\">In der Informationsschriftwird ausdr\u00fccklich darauf hingewiesen, dass der NHMRC bei der Bewertung der Nachweisemehrere Faktoren betrachtet hat, einschlie\u00dflich der Frage\u201eob die eingeschlossenen Studien gen\u00fcgend Teilnehmer f\u00fcr aussagekr\u00e4ftige Ergebnisse aufweisen\u201c (IP, S.\u00a014).<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"DE\">Es finden sich <strong>elf<\/strong> Varianten der beschreibenden Angabe \u201egen\u00fcgend Teilnehmer f\u00fcr ein aussagekr\u00e4ftiges Ergebnis\u201c in der Informationsschrift,<strong> aber die erforderliche Probengr\u00f6\u00dfe wird nirgends erw\u00e4hnt.<\/strong><\/span><\/p>\n<p><strong><span class=\"accent\">2. \u00dcbersichtsbericht (\u201aOverview Report\u2018)<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Der \u00dcbersichtsbericht ist das wissenschaftliche Hauptdokument, das die technischen Details zur Art und Weise, wie der NHMRC seine Bewertung durchgef\u00fchrt hat, darlegen soll. Der NHMRC definiert an keiner Stelle des Dokuments klar und unmissverst\u00e4ndlich, dass in einer Einzelstudie \u201egen\u00fcgend Teilnehmer f\u00fcr ein aussagekr\u00e4ftiges Ergebnis\u201c N\u00a0&gt;\u00a0150 entsprechen.<\/p>\n<p>Der Grenzwert f\u00fcr die Probengr\u00f6\u00dfe wird nur <strong>indirekt\u00a0<\/strong>erw\u00e4hnt, z.\u00a0B.<\/p>\n<blockquote><p><em>im Kapitel 4.14.22 <em>Allergic rhinitis<\/em>in der Zusammenfassung auf den Seiten 169f unter dem \u00dcberschriftspunkt <em>Evidence Statement<\/em>:, 2. Abschnitt)<br \/>\n\u201eObwohl es sich dabei nicht um die gr\u00f6\u00dfte Studie handelt, die in diesem Evidenzkorpus bestimmt wurde, und <u>obwohl sie unter dem vereinbarten Grenzwert f\u00fcr eine Studie von ausreichender Gr\u00f6\u00dfe liegt<\/u>, wurde in einer hochwertigen Studie mit 144 Teilnehmern (Reilly et al., 1986) ein signifikanter Unterschied zugunsten der Hom\u00f6opathie anstelle von Placebo berichtet. Allerdings wurden die Ergebnisse dieser Studie nicht durch andere hochwertige Studien von ausreichender Gr\u00f6\u00dfe best\u00e4tigt.\u201c<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>S.\u00a0284, Kapitel 5.1 <em>Summary of main results<\/em>, 2. Abschnitt:<\/p>\n<blockquote><p><em>\u201e(\u2026) Bei 36 der 61 Erkrankungen betrug <u>die Gesamtanzahl der Teilnehmer, die in die Studie(n) eingeschlossen wurden, weniger als 150; daher wurde die Evidenzbasisf\u00fcr den Gro\u00dfteil der klinischen Erkrankungen als unzureichend in Bezug auf ihre Gr\u00f6\u00dfe angesehen<\/u>, sodass keine eindeutigen Schlussfolgerungen zur Wirksamkeit der Hom\u00f6opathie gezogen werden k\u00f6nnen. (\u2026)\u201c<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Das zweite Beispiel f\u00fchrte bei vielen Lesern des Berichts zu Verwirrung. Es nimmt Bezug auf die Tatsache, dass der NHMRC den Grenzwert von N\u00a0&gt;\u00a0150 auf zweierlei Weise verwendet hat \u2013 n\u00e4mlich sowohl zur Definition der ausreichenden Teilnehmeranzahl in <strong>Gruppen\u00a0<\/strong>von Studien als auch in einer <strong>einzelnen\u00a0<\/strong>Studie.<\/p>\n<p>Der NHMRC hat alle Studien unter denselben Bedingungen gemeinsam analysiert (unabh\u00e4ngig von der angewandten hom\u00f6opathischen Therapieform und den verwendeten Zielkriterien). Bei der Durchf\u00fchrungdieser Analyse entschied das NHMRC, dass die Evidenzbasis von unzureichender Gr\u00f6\u00dfe f\u00fcr eindeutige Schlussfolgerungen war, wenn die Gesamtanzahl der Teilnehmer in den Gruppen von Studien insgesamt weniger als 150 Personen betrug.<\/p>\n<p><b><span class=\"accent\" lang=\"DE\">3. Anh\u00e4nge zum \u00dcbersichtsbericht (\u201aOverview Report Appendices\u2018)<\/span><\/b><b><\/b><\/p>\n<p><span lang=\"DE\">Der NHMRC definiert nur an einer Stelle direkt und eindeutig, was \u201egen\u00fcgend Teilnehmer f\u00fcr ein aussagekr\u00e4ftiges Ergebnis\u201c entspricht, und zwar auf Seite 275 des separaten Dokuments, das die Anh\u00e4nge enth\u00e4lt (d.h. im <\/span><span lang=\"DE\"><strong>Anhang\u00a0C \u201aCriteria for development of evidence statements\u2018, unter Kapitel \u201aGuidance for Element 1 \u2013 Describing the body of evidence\u2018, Punkt 7 der Auflistung, zweiter Gliederungspunkt:<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"DE\">\u201eF\u00fcr den Hom\u00f6opathie-Review wurden Studien <u>mit N\u00a0&gt;\u00a0150 als ausreichend gro\u00df erachtet<\/u>(d.\u00a0h. solche Studien, die als \u201amittelgro\u00df\u2018 oder gr\u00f6\u00dfer eingestuft wurden), da es sich bei den Ergebnissen generell um kontinuierliche Ergebnisse handelte.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"DE\">Wir konnten weder eine weitere \u00dcbersichtsarbeit des NHMRC noch einer anderen Forschungsgruppe finden, in der die Ergebnisse aller Studien mit N\u00a0&lt;\u00a0150 pauschal abgelehnt werden, da sie nicht gen\u00fcgend Teilnehmer aufweisen, um als \u201azuverl\u00e4ssig\u2018 zu gelten.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"DE\">Das \u00fcberrascht jedoch nicht. Statistiker werden best\u00e4tigen, dass die Teilnehmerzahl, die f\u00fcr eine bestimmte Studie n\u00f6tig ist, damit sie gen\u00fcgend \u201aSubstanz\u2018 hat (d.\u00a0h. ausreichend Teilnehmer vorhanden sind, um aussagekr\u00e4ftige Ergebnisse zu liefern), von einer Reihe von Faktoren abh\u00e4ngt, die nur auf diese Studie zutreffen. Daher gibt es weder eine festgelegte \u201aMindestprobengr\u00f6\u00dfe\u2018 f\u00fcr jede Studie noch eine statistische Begr\u00fcndung, dass ein derartiges \u201aMinimum\u2018 (willk\u00fcrlich) bei N\u00a0&gt;\u00a0150 festgelegt werden sollte.<\/span><\/p>\n<\/div><!-- de -->\n<h3><span class=\"accent\">3 &#8211; <span lang=\"DE\">Die Bericht scheint alle 176 Studien einzuschlie\u00dfen, nicht nur f\u00fcnf <\/span> <\/span><\/h3>\n<p><a href=\"#\" class=\"expand-content\" id=\"69f370645864d\"><span class=\"expand-content-more\">Mehr<\/span><span class=\"expand-content-less\">Weniger<\/span><\/a><\/p><div class=\"collapse-content\" id=\"panel-69f370645864d\">\n<p><span lang=\"DE\">Die Gutachter bewerteten 176 Studien als geeignet, um in die Studie aufgenommen<\/span><span lang=\"DE\">werden zu k\u00f6nnen. Diese Studien werden allesamt im \u00dcbersichtsbericht <strong>beschrieben<\/strong><\/span><strong><span lang=\"DE\">und evaluiert<\/span><\/strong><span lang=\"DE\">, wurden technisch gesehen also in die Studie <strong>eingeschlossen<\/strong>.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"DE\">Allerdings wurden auf der Grundlage, dass \u201e<em>diese Studien von unzureichender Qualit\u00e4t und\/oder Gr\u00f6\u00dfe sind, um eine weiterf\u00fchrende Pr\u00fcfung ihrer Ergebnisse zu rechtfertigen<\/em>\u201c, <strong>alle Ergebnisse bis auf die von f\u00fcnf Studien g\u00e4nzlich abgelehnt\u00a0<\/strong>(\u00dcbersichtsbericht, S.\u00a038). Im Hinblick auf die Ergebnisse und Schlussfolgerungen des NHMRC-Berichts bedeutet das, dass bis auf f\u00fcnf Studien alle anderen <strong>tats\u00e4chlich ausgeschlossen\u00a0<\/strong>wurden.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"DE\">Diese Subtilit\u00e4t hat offenkundig zu einiger Verwirrung und dem Missverst\u00e4ndnis gef\u00fchrt,\u00a0<\/span><span lang=\"DE\">dass die 171 Studien \u00fcberhaupt nicht im australischen Bericht aufgetaucht sind.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"DE\">In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass das HRI Studien mit weniger<\/span><span lang=\"DE\">als 150 Teilnehmern und\/oder von \u201aunzureichender Qualit\u00e4t\u2018 immer als \u201a<strong>abgelehnt<\/strong>\u2018 anstatt als \u201a<strong>ausgeschlossen<\/strong>\u2018 bezeichnet. Diese Terminologie wurde absichtlich gew\u00e4hlt, da \u201aausgeschlossen\u2018 in systematischen \u00dcbersichtsarbeiten eine bestimmteBedeutung hat: Ausgeschlossene Studien werden \u00fcberhaupt nicht in die Datenanalyseeingeschlossen, da sie in irgendeiner Form als ungeeignet eingestuft werden. So wurden im Falle des Hom\u00f6opathie-Reviews beispielsweise Studien ausgeschlossen, weil es sich dabei um die falsche Art von Studie gehandelt habe oder die Studien nicht in der richtigen Sprache verfasst worden seien.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"DE\">Studien, die nicht die NHMRC-Kriterien f\u00fcr \u201aZuverl\u00e4ssigkeit\u2018 erf\u00fcllten, wurden in dem<\/span><span lang=\"DE\">Sinne \u201a<strong>eingeschlossen<\/strong>\u2018, dass sie w\u00e4hrend der \u201aangepassten GRADE-Analyse\u2018 zu der Gesamtanzahl an Studien gez\u00e4hlt wurden. Jedoch fanden ihre <strong>Ergebnisse\u00a0<\/strong>im Entwurf der \u201aevidence statements\u2018 selbst dann keine Ber\u00fccksichtigung, wenn die Studien die Wirksamkeit der Hom\u00f6opathie aufgezeigt haben (siehe FAQ Nr.\u00a08).<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"DE\">Dies ist ein typisches Beispiel f\u00fcr das Ausma\u00df an Verschleierung innerhalb dieses Berichts.<\/span><\/p>\n<\/div><!-- de -->\n<h3><span class=\"accent\">4 &#8211; <span lang=\"DE\">Wie hat der NHMRC das Studienmaterialin Bezug auf die Hom\u00f6opathie aufgearbeitet?<\/span><\/span><\/h3>\n<p><a href=\"#\" class=\"expand-content\" id=\"69f3706458660\"><span class=\"expand-content-more\">Mehr<\/span><span class=\"expand-content-less\">Weniger<\/span><\/a><\/p><div class=\"collapse-content\" id=\"panel-69f3706458660\">\n<p><strong><span lang=\"DE\">Durchfall bei Kindern <\/span><\/strong><\/p>\n<p><strong>Die entsprechenden Nachweisef\u00fcr hom\u00f6opathische Behandlungen werden i<\/strong>n\u00a0<a href=\"https:\/\/www.hri-research.org\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Overview-Report-appendices-Childhood-darrhoea-Overview-Report-Appendices-p11-42.pdf\">Kapitel 4.5.2 des \u00dcbersichtsberichts<\/a>vorgestellt (S.\u00a036\u201342). Sie umfassen:<\/p>\n<ul>\n<li>Eine \u00dcbersichtstabelle, in der alle systematischen \u00dcbersichtsarbeiten (S\u00dc), die Studien zu Durchfall bei Kindern beinhalten, aufgef\u00fchrt werden<\/li>\n<li>Eine Kurzbeschreibung dieser S\u00dc sowie der darin enthaltenen Studien<\/li>\n<li>Gutachterkommentare<\/li>\n<li><strong>Evidence statement\u2018<\/strong>\u2013 dies entspricht den Gesamtergebnissen des NHMRC, einschlie\u00dflich eines \u201aKonfidenzniveaus\u2018 f\u00fcr das Evidenzmaterial (siehe FAQ Nr.\u00a07) sowie einer finalen Schlussfolgerung dahingehend, ob es Belegef\u00fcr die Wirksamkeit der Hom\u00f6opathie bei dieser Erkrankung gibt.<\/li>\n<li>Tabelle mit vollst\u00e4ndigen Details der Evidenzmaterials aus den S\u00dc.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.hri-research.org\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Example-of-how-NHMRC-handled-the-evidence.pdf\">Das HRI hat den Umgang des NHMRC mit dem Evidenzmaterialdetailliert analysiert. <\/a><\/strong><\/p>\n<\/div><!-- de -->\n<h3><span class=\"accent\">5 &#8211; <span lang=\"DE\">Welche f\u00fcnf Studien gelten als \u201azuverl\u00e4ssig\u2018?<\/span><\/span><\/h3>\n<p><a href=\"#\" class=\"expand-content\" id=\"69f3706458674\"><span class=\"expand-content-more\">Mehr<\/span><span class=\"expand-content-less\">Weniger<\/span><\/a><\/p><div class=\"collapse-content\" id=\"panel-69f3706458674\">\n<p>Die folgenden\u00a0<strong>f\u00fcnf Studien erf\u00fcllten die NHMRC-Definition von \u201azuverl\u00e4ssig\u2018<\/strong>:<\/p>\n<ul>\n<li>Lewith et al. (2002) Double blind placebo-controlled RCT on isopathy for dust mite allergy<sup>1<\/sup><\/li>\n<li>Jacobs et al. (2006) Double blind placebo-controlled RCT assessing non-individualised complex remedy for diarrhoea in children.<sup>2<\/sup><\/li>\n<li>Stam et al. (2001) Randomised, double-blind equivalence trial on homeopathic gel and capsicum-based product for acute low back pain.<sup>3<\/sup><span class=\"accent\"><em>Anmerkung: Das Ergebnis der Studie war positiv.<\/em><\/span><\/li>\n<li>Grecho (1989) Assessing two homeopathic products for resumption of transit after digestive surgery.<sup>4<\/sup><span class=\"accent\"><em>Anmerkung: Studie in franz\u00f6sischer Sprache, die laut NHMRC-Protokoll h\u00e4tte ausgeschlossen werden m\u00fcssen.<\/em><\/span><\/li>\n<li>Steinsbekk et al. (2005) Double blind placebo-controlled RCT assessing self-treatment (choice of 3 remedies) for prevention of URTIs in children.<sup>5<\/sup><span class=\"accent\"><em>Anmerkung:<\/em><em>Pr\u00e4ventionsstudie, die laut NHMRC-Protokoll h\u00e4tte ausgeschlossen werden m\u00fcssen.<\/em><\/span><\/li>\n<\/ul>\n<h4><b><span lang=\"DE\">Literaturhinweise<\/span><\/b><b><\/b><\/h4>\n<ol>\n<li>Lewith, G. T., Watkins, A. D., et al. (2002). &#8222;Use of ultramolecular potencies of allergen to treat asthmatic people allergic to house dust mite: double blind randomised controlled clinical trial.&#8220; <em>BMJ<\/em> <strong>324<\/strong>(7336): 520.<\/li>\n<li>Jacobs, J., Guthrie, B. L., et al. (2006). &#8222;Homeopathic combination remedy in the treatment of acute childhood diarrhea in Honduras.&#8220;<em> Journal of alternative and complementary medicine<\/em> <strong>12<\/strong>(8): 723-732<\/li>\n<li>Stam, C., Bonnet, M. S., et al. (2001). &#8222;The efficacy and safety of a homeopathic gel in the treatment of acute low back pain: a multi-centre, randomised, double-blind comparative clinical trial.&#8220; <em>British Homeopathic Journal<\/em> <strong>90<\/strong>(1): 21-28<\/li>\n<li>Grecho (1989). &#8222;[Evaluation of 2 homeopathic products on the resumption of transit after digestive surgery. A multicenter controlled trial].&#8220; <em>Presse medicale<\/em> <strong>18<\/strong>(2): 59-62<\/li>\n<li>Steinsbekk, A., Bentzen, N., et al. (2005). &#8222;Self treatment with one of three self selected, ultramolecular homeopathic medicines for the prevention of upper respiratory tract infections in children. A double-blind randomized placebo controlled trial.&#8220; <em>British Journal of Clinical Pharmacology<\/em> <strong>59<\/strong>(4): 447-455<\/li>\n<\/ol>\n<\/div><!-- de -->\n<h3><span class=\"accent\">6 &#8211; <span lang=\"DE\">Ich kann die Liste der f\u00fcnf \u201azuverl\u00e4ssigen\u2018 Studien nicht im NHMRC-Bericht finden<\/span><\/span><\/h3>\n<p><a href=\"#\" class=\"expand-content\" id=\"69f3706458692\"><span class=\"expand-content-more\">Mehr<\/span><span class=\"expand-content-less\">Weniger<\/span><\/a><\/p><div class=\"collapse-content\" id=\"panel-69f3706458692\">\n<p>Die Liste der Studien, die die NHMRC-Definition von \u201azuverl\u00e4ssig\u2018 erf\u00fcllten, ist im Australischen Bericht nicht enthalten. Erst eine <a href=\"https:\/\/www.hri-research.org\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/HRI-data-analysis-impact-of-NHMRC-definition-of-reliable.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Analyse des HRI<\/a> brachte Klarheit:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>176 Studien wurden <\/strong>in den Hom\u00f6opathie-Review <strong>eingeschlossen<\/strong><\/li>\n<li>Laut NHMRC musste eine Studie 150 Teilnehmer aufweisen, um als zuverl\u00e4ssig zu gelten. Das HRI fand heraus, dass von diesen 176 Studien nur <strong>30 diese Gr\u00f6\u00dfenschwelle erf\u00fcllten<\/strong><\/li>\n<li>Laut NHMRC musste eine Studie au\u00dferdem eine Qualit\u00e4tsbewertung von 5\/5 auf der Jadad-Skala (oder eine gleichwertige Bewertung auf alternativen Skalen) aufweisen, um als zuverl\u00e4ssig zu gelten. Das HRI fand auf Grundlage der Angaben im NHMRC-\u00dcbersichtsbericht (\u201eOverview Report\u201c) heraus, dass von diesen 30 Studien nur <strong>f\u00fcnf auch diese Qualit\u00e4tsgrenze erf\u00fcllten<\/strong><\/li>\n<li>Daher erf\u00fcllten nur f\u00fcnf Studien die NHMRC-Definition einer zuverl\u00e4ssigen Studie.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die <strong><u><a href=\"https:\/\/www.hri-research.org\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/HRI-data-analysis-impact-of-NHMRC-definition-of-reliable.pdf\">Datenanalysetabelle des HRI<\/a><\/u><\/strong> veranschaulicht die Auswirkungen der NHMRC-Definition einer \u201azuverl\u00e4ssigen\u2018 Studie. Dies konnte so nicht aus dem NHMRC-Bericht abgeleitet werden, da diese Daten nicht zur Verf\u00fcgung gestellt wurden, da die entsprechenden Daten nicht zur Verf\u00fcgung gestellt worden waren.<\/p>\n<\/div><!-- de -->\n<h3><span class=\"accent\">7 &#8211; <span lang=\"DE\">Inwiefern sind die Ergebnisse des NHMRC unzutreffend<\/span>?<\/span><\/h3>\n<p><a href=\"#\" class=\"expand-content\" id=\"69f37064586a9\"><span class=\"expand-content-more\">Mehr<\/span><span class=\"expand-content-less\">Weniger<\/span><\/a><\/p><div class=\"collapse-content\" id=\"panel-69f37064586a9\">\n<p><span lang=\"DE\">In seiner Kurzfassung des Berichts gibt der NHMRC an, dass \u201e\u2026<em>keine hochwertige, gut konzipierte Studie mit ausreichenden Teilnehmerzahlen f\u00fcr ein aussagekr\u00e4ftiges Ergebnis auswies, dass eine hom\u00f6opathische Behandlung den Gesundheitszustand entweder deutlicher als Placebo oder ihn in \u00e4hnlicher Weise wie eine andere Behandlung besserte.<\/em>\u201c (Informationsschrift, S.\u00a06).<\/span><\/p>\n<p><strong><span lang=\"DE\">Das stimmt jedoch nicht.\u00a0<\/span><\/strong><span lang=\"DE\">Die folgenden Studien erf\u00fcllten die NHMRC-Definition von \u201ahochwertig\u2018, waren gut konzipiert und wiesen ausreichende Teilnehmerzahlen f\u00fcr ein aussagekr\u00e4ftiges Ergebnis auf (die Ergebnisse sind statistisch signifikant).<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"DE\">Laut den folgenden Studien \u201a<i>besserte<em>eine hom\u00f6opathische Behandlung den Gesundheitszustand deutlicher als Placebo.\u2018:<\/em><\/i><\/span><\/p>\n<p>These studies reported that \u2018<em>homeopathy caused greater health improvements than placebo<\/em>\u2019:<\/p>\n<ul>\n<li>In zwei Studien war eine individualisierte hom\u00f6opathische Behandlung gegen <strong>Durchfall bei Kindern<\/strong>wirksamer als ein Placebo (N\u00a0=\u00a092<sup>1<\/sup>und N\u00a0=\u00a0126<sup>2<\/sup><\/li>\n<li>Das rezeptfreie hom\u00f6opathische Pr\u00e4parat Sinfrontal war bei der Behandlung von <strong>Sinusitis<\/strong>nachweislich wirksamer als ein Placebo (N\u00a0=\u00a0113) (p\u00a0&lt;\u00a00,0001)<sup>3<\/sup><\/li>\n<li>Das hom\u00f6opathische Kombinationspr\u00e4parat Pollen\u00a0C30 sprach bei der Behandlung von <strong>Heuschnupfen<\/strong>(allergische Rhinitis) nachweislich besser an als ein Placebo (N\u00a0=\u00a0144) (p\u00a0=\u00a00,02)<sup>4<\/sup><\/li>\n<li>Eine individualisierte Immuntherapie (unter Verwendung hom\u00f6opathischer Arzneimittel, die aus der Substanz hergestellt werden, gegen die der Patient allergisch ist, wie z.\u00a0B. Hausstaubmilben oder Katzenhaare) wirkte besser gegen <strong>Heuschnupfen<\/strong>(allergische Rhinitis) als ein Placebo (N\u00a0=\u00a051) (p\u00a0=\u00a00,0001)<sup>5<\/sup><\/li>\n<li>Bei der Behandlung von <strong>Husten<\/strong>, der durch eine Infektion der oberen Atemwege verursacht wurde, wirkte ein hom\u00f6opathischer Hustensirup besser als Placebo (N\u00a0=\u00a080)<sup>6<\/sup>.<\/li>\n<li style=\"list-style-type: none;\">Laut den folgenden Studien \u201a<em>besserteeine hom\u00f6opathische Behandlung den Gesundheitszustand in \u00e4hnlicher Weise wie eine andere Behandlung.<\/em><em>\u2018<\/em>:<\/li>\n<li>Das rezeptfreie hom\u00f6opathische Nasenspray Luffa compositum S gegen Heuschnupfen (allergische Rhinitis) (N = 146)<sup>7<\/sup><\/li>\n<li>Das hom\u00f6opathische Gel Spiroflor SRL war bei der Behandlung von Schmerzen im unteren R\u00fccken genauso wirksam wie die Standardbehandlung mit Cremor capsici comp. (N = 161).<sup>8<\/sup><\/li>\n<\/ul>\n<p><span style=\"font-size: 14px;\">An dieser Stelle ist darauf hinzuweisen, dass die positiven Ergebnisse dieser Studien nicht durch andere Studien widerlegt wurden, in denen dieselben Behandlungen gegen diese Erkrankungen untersucht wurden.<\/span><\/p>\n<h4><b><span lang=\"DE\">Literaturhinweise<\/span><\/b><b><\/b><\/h4>\n<ol>\n<li>Jacobs, J., Jim\u00e9nez, L. M., Gloyd, S. S., Gale, J. L. &amp; Crothers, D. (1994) Treatment of acute childhood diarrhea with homeopathic medicine: a randomized clinical trial in Nicaragua, <em>Pediatrics<\/em>, <strong>93<\/strong>:719-725<\/li>\n<li>Jacobs, J., Malthouse, S. &amp; et al. (1997) Childhood diarrhea: Results from Nepal and combined analysis, <em>Proceedings of the 52nd Congress of LMHL, Seattle, WA<\/em><\/li>\n<li>Zabolotnyi, D. I. et al. (2007) Efficacy of a complex homeopathic medication (Sinfrontal) in patients with acute maxillary sinusitis: a prospective, randomized, double-blind, placebo-controlled, multicenter clinical trial, <em>Explore (New York, N.Y.)<\/em>, <strong>3<\/strong>:98-109<\/li>\n<li>Reilly, D. T., Taylor, M. A., McSharry, C. &amp; Aitchison, T. (1986) Is homoeopathy a placebo response? Controlled trial of homoeopathic potency, with pollen in hayfever as model, <em>Lancet (London, England)<\/em>, <strong>2<\/strong>:881-886<\/li>\n<li>Taylor, M. A., Reilly, D., Llewellyn-Jones, R. H., McSharry, C. &amp; Aitchison, T. C. (2000) Randomised controlled trial of homoeopathy versus placebo in perennial allergic rhinitis with overview of four trial series, <em>BMJ (Clinical research ed.)<\/em>, <strong>321<\/strong>:471-476<\/li>\n<li>Zanasi, A. et al. (2014) Homeopathic medicine for acute cough in upper respiratory tract infections and acute bronchitis: a randomized, double-blind, placebo-controlled trial, <em>Pulmonary Pharmacology &amp; Therapeutics<\/em>, <strong>27<\/strong>:102-108<\/li>\n<li>Weiser, M., Gegenheimer, L. H. &amp; Klein, P. (1999) A randomized equivalence trial comparing the efficacy and safety of Luffa comp.-Heel nasal spray with cromolyn sodium spray in the treatment of seasonal allergic rhinitis, <em>Forschende Komplement\u00e4rmedizin<\/em>, <strong>6<\/strong>:142-148<\/li>\n<li>Stam, C., Bonnet, M. S. &amp; van Haselen, R. A. (2001) The efficacy and safety of a homeopathic gel in the treatment of acute low back pain: a multi-centre, randomised, double-blind comparative clinical trial, <em>The British Homoeopathic Journal<\/em>,<strong> 90<\/strong>:21-28<\/li>\n<\/ol>\n<\/div><!-- de -->\n<h3><span class=\"accent\">8 &#8211; <span lang=\"DE\">Hat der NHMRC die Hom\u00f6opathie in derselben Art und Weise bewertet, wie er Nachweise auch sonst bewertet?<\/span><\/span><\/h3>\n<p><a href=\"#\" class=\"expand-content\" id=\"69f37064586c4\"><span class=\"expand-content-more\">Mehr<\/span><span class=\"expand-content-less\">Weniger<\/span><\/a><\/p><div class=\"collapse-content\" id=\"panel-69f37064586c4\">\n<p><span lang=\"DE\">Dem NHMRC zufolge fand der Hom\u00f6opathie-Review unter Verwendung der \u00fcblichen Methoden statt; dies ist jedoch nicht der Fall.<\/span><u><\/u><\/p>\n<h4><span class=\"accent\"><b><span lang=\"DE\">Vergleich mit anderen Cochrane-\u00dcbersichten<\/span><\/b><\/span><b><\/b><\/h4>\n<p><span lang=\"DE\">Nach Angabe des NHMRC wurde eine \u00dcbersicht unter Verwendung einer Methode erstellt, die \u201e<em>aus Kapitel\u00a022 des \u201aCochrane Handbook of Systematic Reviews of Interventions\u2018 abgeleitet wurde<\/em>\u201c (\u00dcbersichtsbericht, S.\u00a012), in dem die \u201aCochrane Overview\u2018-Methode dargelegt ist<sup>1<\/sup>. Bislang wurden 16 weitere Cochrane-\u00dcbersichten ver\u00f6ffentlicht, <strong>von denen keine eine Mindeststudiengr\u00f6\u00dfe oder Mindestqualit\u00e4t aufweist<\/strong>.<\/span><\/p>\n<h4><span class=\"accent\"><b><span lang=\"DE\">Vergleich mit anderen Evidenz\u00fcberpr\u00fcfungendes NHMRC<\/span><\/b><\/span><\/h4>\n<p><span lang=\"DE\">Andere durch den NHMRC ver\u00f6ffentlichte Evidenz\u00fcberpr\u00fcfungen wiesen keine Mindeststudiengr\u00f6\u00dfe auf, um als zuverl\u00e4ssig zu gelten. So kam der NHMRC in der Informationsschrift\u00a0<em>The Effects of Lead on Human Health<\/em>, beispielsweise auf Grundlage von Studien mit Teilnehmerzahlen zwischen <strong>N\u00a0=\u00a052 und 780\u00a0<\/strong>zu Schlussfolgerungen hinsichtlich der Wirksamkeit diverser Interventionen.<\/span><sup><span lang=\"DE\">2<\/span><\/sup><\/p>\n<p><span lang=\"DE\">In der <em>Clinical Practice Guideline for the Management of Borderline Personality Disorder<\/em><sup>3\u00a0<\/sup>des NHMRC werden dessen Schlussfolgerungen und Empfehlungen in Bezug auf die Behandlung der Borderline-Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung auf Grundlage pharmakologischer Behandlungen mit Teilnehmerzahlen zwischen <strong>N\u00a0=\u00a016 und 263\u00a0<\/strong>sowie psychologischen Behandlungen mit Teilnehmerzahlen zwischen <strong>N\u00a0=\u00a019 und 137\u00a0<\/strong>vorgestellt<sup>4<\/sup>.<\/span><\/p>\n<h4><span class=\"accent\"><b><span lang=\"DE\">Vergleich mit klinischen Evidenz\u00fcberpr\u00fcfungen von The BMJ<\/span><\/b><\/span><b><\/b><\/h4>\n<p><span lang=\"DE\">Die hoch angesehenen klinischen Evidenz\u00fcberpr\u00fcfungen der medizinischen Fachzeitschrift <i>The BMJ<\/i>(fr\u00fcherer Name: <i>British Medical Journal<\/i>) weisen eine Mindestgr\u00f6\u00dfe auf und sehen vor, dass randomisierte kontrollierte Studien (RKT) \u201e<strong>mindestens 20 Teilnehmer<\/strong>\u201c (N\u00a0&gt;\u00a020) umfassen m\u00fcssen, obwohl \u201e<em>\u2026 diese Kriterien von \u00dcberpr\u00fcfung zu \u00dcberpr\u00fcfung in Abh\u00e4ngigkeit vom Themenbereich variieren; liegen beispielsweise nur wenige oder gar keine Studiendaten vor, schlie\u00dfen wir unter Umst\u00e4nden auch RKT mit weniger als 20\u00a0Teilnehmern ein.<\/em>\u201c<sup>5<\/sup><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"DE\">Die Analyse des HRI zeigt, dass, <strong>wenn der NHMRC den BMJ-Gr\u00f6\u00dfenschwelle von N\u00a0=\u00a020 verwendet h\u00e4tte, nur die Ergebnisse von zehn statt 146 Studien abgelehnt worden w\u00e4ren<\/strong>, so wie im Fall des Grenzwerts von N\u00a0=\u00a0150.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"DE\">Dieser Ansatz durch <i>The\u00a0BMJ<\/i>unterstreicht den Hauptzweck von \u00dcbersichten und klinischen Evidenz\u00fcberpr\u00fcfungen, d.\u00a0h., alle verf\u00fcgbaren Nachweisezu einem Thema in seiner Gesamtheit zusammenzufassen, insbesondere in Bereichen, in denen nur wenig Forschung betrieben wurde. Dies steht in krassem Gegensatz zum Ansatz des NHMRC mit einem entscheidenden, Gr\u00f6\u00dfenschwelle von N\u00a0&gt;\u00a0150\u2018 und einem Qualit\u00e4tswert von 5\/5, damit positive Studien der \u00d6ffentlichkeit in der Informationsschriftals zuverl\u00e4ssige Nachweisef\u00fcr die Wirksamkeit der Hom\u00f6opathie pr\u00e4sentiert werden k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"DE\">Es liegt daher auf der Hand, dass bestimmte Aspekte der einmaligen Methodik, die der NHMRC f\u00fcr den Hom\u00f6opathie-Review geschaffen hat, beispiellos sind und jeder wissenschaftlichen Begr\u00fcndung entbehren.<\/span><\/p>\n<h4><b><span lang=\"DE\">Literaturhinweise<\/span><\/b><b><\/b><\/h4>\n<ol>\n<li>Becker, L. A. &amp; Oxman, A. D. (2011) <em>Chapter 22: Overviews of reviews<\/em>. <em>Cochrane Handbook for Systematic Reviews of Interventions<\/em>\u00a0[<a href=\"http:\/\/handbook.cochrane.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Link<\/a>]<\/li>\n<li>NHMRC (2015) Section 3. Evaluation of evidence related to exposure to lead : p94\u201398 [<a href=\"https:\/\/www.nhmrc.gov.au\/guidelines-publications\/eh58\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">link<\/a>]<\/li>\n<li>NHMRC (2012) Clinical Practice Guideline for the Management of Borderline Personality Disorder. [<a href=\"https:\/\/www.nhmrc.gov.au\/guidelines-publications\/mh25\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Link<\/a>]<\/li>\n<li>NHMRC (2012) Appendix H: Clinical Practice Guideline for the Management of Borderline Personality Disorder : Clinical Qs 6, 7 and 9 [<a href=\"https:\/\/www.nhmrc.gov.au\/guidelines-publications\/mh25\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Link<\/a>]<\/li>\n<li>BMJ Clinical Evidence (2016) Nuts, bolts, and tiny little screws: how Clinical Evidence works. [<a href=\"http:\/\/clinicalevidence.bmj.com\/x\/set\/static\/cms\/nuts-and-bolts.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Link<\/a>] (Accessed: 18th February 1016)<\/li>\n<\/ol>\n<\/div><!-- de -->\n<h3><span class=\"accent\">9 &#8211; <span lang=\"DE\">Die Methode der \u201aangepassten\u2018 GRADE-Analyse des NHMRC zur Bewertung des Konfidenzniveaus<\/span><\/span><\/h3>\n<p><a href=\"#\" class=\"expand-content\" id=\"69f37064586e6\"><span class=\"expand-content-more\">Mehr<\/span><span class=\"expand-content-less\">Weniger<\/span><\/a><\/p><div class=\"collapse-content\" id=\"panel-69f37064586e6\">\n<p>Bei der GRADE-Analyse handelt es sich um eine standardisierte Methode zur Bestimmung der Qualit\u00e4t eines bestimmten Datenmaterialsim Hinblick darauf, wie sicher man sich der Genauigkeit einer Sch\u00e4tzung der klinischen Wirksamkeit sein kann, die von der Gruppe von Studien ermittelt wurde.<sup>1 <\/sup>Mittels GRADE wird beurteilt,wie sicher man sein kann, dass eine bestimmte Behandlung bei einem bestimmten<strong>\u201a klinischen Ergebnis\u2018 <\/strong>wie beispielsweise einem Symptom wie Schmerzen oder Husten <strong>Wirkung zeigt<\/strong>. Aus diesem Grund findet die GRADE-Analyse normalerweisenur dann Anwendung, wenn alle Studien der Gruppe die Wirksamkeit <strong>derselben Behandlung f\u00fcr dasselbe klinische Ergebnis <\/strong>gemessen haben<sup>1<\/sup>.<\/p>\n<p>Eine GRADE-Analyse wird nur dann durchgef\u00fchrt, wenn die Daten f\u00fcr diese Methode geeignet sind. F\u00fcr den Gro\u00dfteil der dem Hom\u00f6opathie-Review zugrundeliegenden Erkrankungen gab es nicht gen\u00fcgend Studien mit demselben klinischen Ergebnis, so dass GRADE kein geeignetes Bewertungsinstrument war. Anstatt sich dementsprechend jedoch gegen die Verwendung von GRADE zu entscheiden, entwarf das Homeopathy Working Committee (HWC) seine eigene \u201eangepasste Version von GRADE [&#8230;], um umfassende Aussagen \u00fcber das Konfidenzniveau im Datenmaterial als Ganzes treffen zu k\u00f6nnen\u201c (Informationsschrift, S. 36).<\/p>\n<p>Mit dieser \u201aangepassten GRADE-Analyse\u2018 wies das HWC dem Datenmaterial von Studien, in denen hom\u00f6opathische Behandlungen f\u00fcr jede Erkrankung im Vergleich zu Placebo oder einer anderen Behandlung untersucht wurden, ein Konfidenzniveau zu.<\/p>\n<p>Obwohl die GRADE-Analyse so konzipiert ist, dass sie sich an unterschiedliche klinische Fragen und Szenarien anpassen l\u00e4sst, gibt es Grundprinzipien, die bei dieser Methode einzuhalten sind \u2013 ganz besonders im Hinblick auf ihre Anwendungauf einzelne Ergebnisse sowie auf Studien, in denen dieselbe Behandlung untersucht wird. Das HWC hat sich nicht an diese Prinzipien gehalten; stattdessen hat es seineneuartige Methode auf Gruppen von Studien angewendet, in denen eine Reihe unterschiedlicher klinischer Ergebnisseuntersucht wurde, sowie (in manchen F\u00e4llen) auf Studien, in denen unterschiedliche hom\u00f6opathische Behandlungen\u00a0Gegenstand der Untersuchung waren. Bei diesem Vorgehen handelt es sich um eine beispiellose und unangemessene Verwendung des GRADE-Ansatzes.<\/p>\n<p>Das vom HWC geschaffene \u201aangepasste GRADE\u2018-System st\u00fctzt sich in erster Linie auf \u201aQualit\u00e4t\u2018 und \u201aPr\u00e4zision\u2018 (also auf die beiden Kriterien, f\u00fcr die in den ausfindig gemachten 176\u00a0 Prim\u00e4rstudien ausreichend Information vorlagen), da die \u201e\u00fcbrigen GRADE-Faktoren schwierig anzuwenden waren\u201c (IP, S.\u00a037).Aufgrund dieser Entscheidung hatten <strong>die Studienqualit\u00e4t und Stichprobengr\u00f6\u00dfe<\/strong>(Pr\u00e4zision) im Vergleich zu einer normalen GRADE-Beurteilung <strong>einen \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Einfluss <\/strong>auf das Konfidenzniveau, das dem Datenmaterial pro klinischer Erkrankung zugewiesen wurde. Infolgedessen wurden <strong>66 der 71 Evidenzmaterialiennur basierend auf diesen beiden Kriterien mit einem \u201aniedrigen\u2018 oder \u201asehr niedrigen\u2018 Konfidenzniveau bewertet<\/strong>, noch bevor weitere Faktoren Ber\u00fccksichtigung fanden.<\/p>\n<p>Transparenz ist ein wesentlicher Bestandteil hochwertiger Forschungsarbeiten, da sie es anderen Forschern erm\u00f6glicht, die Angemessenheit der verwendeten Methode sowie die G\u00fcltigkeit der erzielten Ergebnisse zu beurteilen. Wir behaupten, dass dies umso wichtiger ist, wenn ein neuartiger Ansatz \u2013 wie beispielsweise die angepassteGRADE-Beurteilung von Evidenzmaterial durch das HWC \u2013 verwendet wird, der unterschiedliche klinische Ergebnisse und Erkrankungen abdeckt.<\/p>\n<p>In \u00dcbersichtsarbeiten finden sich normalerweise GRADE-Tabellen, aus denen genau hervorgeht, wie Entscheidungen \u00fcber die Qualit\u00e4t der Nachweise gef\u00e4llt wurden<sup>1<\/sup>\u2013 ein Transparenzniveau, das in anderen NHMRC-Reviews deutlich wird, z.\u00a0B. in der Informationsschrift <em>The Effects of Lead on Human Health<\/em><sup>2<\/sup>.<\/p>\n<p>Der NHMRC behauptet, dass der Hom\u00f6opathie-Review ethisch korrekt und transparent durchgef\u00fchrt wurde; <strong>allerdings finden sich die \u201aangepassten GRADE\u2018-Berechnungen nirgendwo in der 600-seitigen Dokumentation des NHMRC<\/strong>. Demnach muss sich der Leser vollkommen auf das Urteilsverm\u00f6gen und die Expertise\u2018 des HWC verlassen (IP, S.\u00a036) und darauf vertrauen, dass die Qualit\u00e4t des Studienmaterials genau und fair beurteilt wurde.<\/p>\n<p>Die beispiellose Methode, die der NHMRC benutzte, um dem gesamten identifizierten Studienmaterial zur Hom\u00f6opathie in Konfidenzniveau zuzuweisen, ist eindeutig weder eine standardisierte noch eine akzeptierte Methode. Es fehlt ihr\u00a0 au\u00dferdem an Transparenz und durchlief keinen Peer Review. Die Beurteilungen der Konfidenzniveaus k\u00f6nnen daher nicht als solide angesehen werden.<\/p>\n<h4><b><span lang=\"DE\">Literaturhinweise<\/span><\/b><b><\/b><\/h4>\n<ol>\n<li>GRADE Working Group (2004) Grading quality of evidence and strength of recommendations, <em>BMJ<\/em>, <strong>328<\/strong>:1490<\/li>\n<li>\u00a0NHMRC (2015) <em>NHMRC Statement and Information Paper: Evidence on the Effects of Lead on Human Health<\/em> <a href=\"https:\/\/www.nhmrc.gov.au\/guidelines-publications\/eh58\">https:\/\/www.nhmrc.gov.au\/guidelines-publications\/eh58<\/a> (Appendix15,p283-4)<\/li>\n<\/ol>\n<\/div><!-- de -->\n<h3><span class=\"accent\">10 &#8211; <span lang=\"DE\">Die Studiengr\u00f6\u00dfe N\u00a0&gt;\u00a0150 \u2013 \u201aZuverl\u00e4ssigkeitsgrenze\u2018 gg\u00fc. GRADE-Analyse<\/span><\/span><\/h3>\n<p><a href=\"#\" class=\"expand-content\" id=\"69f3706458700\"><span class=\"expand-content-more\">Mehr<\/span><span class=\"expand-content-less\">Weniger<\/span><\/a><\/p><div class=\"collapse-content\" id=\"panel-69f3706458700\">\n<p><span lang=\"DE\">Es ist verst\u00e4ndlich, dass die Verwendung von N\u00a0&gt;\u00a0150im australischen Bericht zu einiger Verwirrung gef\u00fchrt hat. Die Stichprobengr\u00f6\u00dfe von 150wurde auf zweierlei Art verwendet.<\/span><\/p>\n<p><strong>Firstly, NHMRC have used it as a threshold when describing the size of trials <\/strong>(Information Paper, p.35):<\/p>\n<ul>\n<li>&lt;\u00a050: sehr klein<\/li>\n<li>50 bis 149: klein<\/li>\n<li>150 bis 499: mittelgro<\/li>\n<li>500 bis 999: gro\u00df<\/li>\n<li><span lang=\"DE\">\u2265\u00a01.000: sehr gro\u00df.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese Beschreibungen der Studiengr\u00f6\u00dfen fanden Anwendung, wenn das NHMRC eine \u201aangepasste GRADE\u2018-Analyse durchgef\u00fchrt hat, um das \u201aKonfidenzniveau\u2018 seiner Ergebnisse f\u00fcr jede Erkrankung zu beurteilen (siehe FAQ Nr.\u00a08).<\/p>\n<p>Die Verwendung von N\u00a0=\u00a0150 als Abgrenzung zwischen einer kleinen und mittelgro\u00dfen Studie ist aus wissenschaftlicher Sicht in Ordnung, da es keine Standarddefinitionf\u00fcr eine sehr kleine, kleine, mittelgro\u00dfe, gro\u00dfe oder sehr gro\u00dfe Studie gibt. Daher entscheidet \u00fcblicherweise jedes Team selbst, das eine \u00dcbersichtsarbeit verfasst, wie Studiengr\u00f6\u00dfen in seiner \u00dcbersichtsarbeit <strong>beschrieben<\/strong>werden.<\/p>\n<p><strong>Zum anderen setzte der NHMRC den \u201eN\u00a0&gt;\u00a0150\u201c-Wert als Grenzwert an, um zu beurteilen, ob eine Studie als zuverl\u00e4ssig oder unzuverl\u00e4ssig einzustufen<\/strong>Dies ist jedoch eine vollkommen andere Sache, die aus wissenschaftlicher Sicht beispiellos ist und jeder wissenschaftlichen Begr\u00fcndung entbehrt (siehe FAQ Nr.\u00a01).<\/p>\n<p>Die\u00a0<strong>Ergebnisse<\/strong>des NHMRC f\u00fcr jede Erkrankung wurden ausschlie\u00dflich dadurch bestimmt, welche Studien als \u201azuverl\u00e4ssig\u2018 angesehen wurden. Die Ergebnisse aller Studien mit weniger als 150 Teilnehmern wurden als unzuverl\u00e4ssig abgetan, auch wenn sie hochwertig, positiv und statistisch signifikant waren (siehe FAQ Nr.\u00a01). Die Anwendung dieser beispiellosen Regel hat daher zu einer vollst\u00e4ndigen Verzerrung der Ergebnisse des NHMRC gef\u00fchrt.<\/p>\n<\/div><!-- de -->\n<h3><span class=\"accent\">11 &#8211; <span lang=\"DE\">Der NHMRC hat die Verwendung des Grenzwerts von N\u00a0&gt;\u00a0150 scheinbar begr\u00fcndet<\/span><\/span><\/h3>\n<p><a href=\"#\" class=\"expand-content\" id=\"69f3706458711\"><span class=\"expand-content-more\">Mehr<\/span><span class=\"expand-content-less\">Weniger<\/span><\/a><\/p><div class=\"collapse-content\" id=\"panel-69f3706458711\">\n<p><span lang=\"DE\">Angesichts der beispiellosen Verwendung von N\u00a0&gt;\u00a0150 als Gr\u00f6\u00dfenschwelle f\u00fcr die Studienzuverl\u00e4ssigkeit in diesem Hom\u00f6opathie-Review w\u00fcrde man eine stichhaltige Begr\u00fcndung f\u00fcr diese Regel erwarten; allerdings wird sie <strong>an keiner Stelle im Bericht erkl\u00e4rt oder begr\u00fcndet<\/strong>.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"DE\">In seiner Erkl\u00e4rung der Entscheidung, Studien mit weniger als N\u00a0=\u00a0150 als \u201aklein\u2018 oder \u201asehr klein\u2018 zu <strong>beschreiben<\/strong>, beruft sich der NHMRC auf die hoch angesehene medizinische Fachzeitschrift <em>The BMJ BMJ.<sup>1<\/sup><\/em><\/span><span lang=\"DE\">Laut NHMRC: \u201e<em>hat das HWC [Homeopathy Working Committee] bei der Entwicklung dieser Gr\u00f6\u00dfenschwelle die folgende Studie ber\u00fccksichtigt: Influence of trial sample size on treatment effect estimates: meta-epidemiological study.\u201c <\/em>(s. Dokument, das die Anh\u00e4nge zum \u00dcbersichtsbericht enth\u00e4lt, S.\u00a0274). Dies impliziert, dass die Entscheidung des NHMRC, Studien mit weniger als N\u00a0=\u00a0150 als \u201aunzuverl\u00e4ssig\u2018 abzulehnen, durch diese Abhandlung wissenschaftlich begr\u00fcndet wird. Das wird sie jedoch nicht.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"DE\">Zum einen geht aus dieser Abhandlung nicht hervor, dass die Ergebnisse von Studien einer bestimmten Gr\u00f6\u00dfe als unzuverl\u00e4ssig abgelehnt werden sollten. Zum anderen f\u00fchrt der NHMRC hierzu richtigerweise an, dass bei den meisten Hom\u00f6opathie-Studien, die er bewertet hat, \u201akontinuierliche Ergebnisse\u2018 verwendet wurden. Allerdings <strong>wird in der Abhandlung von <\/strong><em><b>The BMJ <\/b><\/em><strong>strikt darauf verwiesen, dass ihre Erkenntnisse nicht auf Studien dieser Art angewendet werden k\u00f6nnen<\/strong>.<\/span><\/p>\n<h4><b><span lang=\"DE\">Literaturhinweise:<\/span><\/b><b><\/b><\/h4>\n<ol>\n<li>Dechartres, A., Trinquart, L., Boutron, I. &amp; Ravaud, P. (2013) Influence of trial sample size on treatment effect estimates: meta-epidemiological study, <em>BMJ<\/em>, <strong>346<\/strong>:f2304<\/li>\n<\/ol>\n<\/div><!-- de -->\n<h3><strong>HRI Malta 2017 &#8211; <span lang=\"DE\">Vollst\u00e4ndige Pr\u00e4sentation mit detaillierter Analyse<\/span><\/strong><\/h3>\n<p><span class=\"embed-youtube\" style=\"text-align:center; display: block;\"><iframe loading=\"lazy\" class=\"youtube-player\" width=\"520\" height=\"293\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/dWKHFsRJhWk?version=3&#038;rel=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;fs=1&#038;hl=de-DE&#038;autohide=2&#038;wmode=transparent\" allowfullscreen=\"true\" style=\"border:0;\" sandbox=\"allow-scripts allow-same-origin allow-popups allow-presentation allow-popups-to-escape-sandbox\"><\/iframe><\/span><\/p>\n<p><span class=\"accent\"><a href=\"https:\/\/www.hri-research.org\/resources\/homeopathy-the-debate\/the-australian-report-on-homeopathy\/\">Back to main Australian Report page<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1 &#8211;\u00a0Gibt es eine wissenschaftliche Begr\u00fcndung f\u00fcr die \u201a150er-Regel\u2018? 2 &#8211; Ich finde die Stelle nicht, wo der NHMRC-Bericht angibt, dass weniger als 150 Teilnehmer eine Studie unzuverl\u00e4ssig machen 3 &#8211; Die Bericht scheint alle 176 Studien einzuschlie\u00dfen, nicht nur f\u00fcnf 4 &#8211; Wie hat der NHMRC das Studienmaterialin Bezug auf die Hom\u00f6opathie aufgearbeitet? 5 [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":835,"featured_media":0,"parent":9716,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-10147","page","type-page","status-publish","hentry"],"jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.hri-research.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/10147","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.hri-research.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.hri-research.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hri-research.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/835"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hri-research.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10147"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.hri-research.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/10147\/revisions"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hri-research.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/9716"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.hri-research.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10147"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}