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Warum wird das HRI gebraucht?

Warum wird das HRI gebraucht?

Während die Homöopathie in einigen Ländern wie Frankreich, Deutschland und Indien weithin anerkannt ist, ist sie in anderen Ländern nach wie vor umstritten. Im Zeitalter der „auf Evidenz-gestützten Praxis“ wird dies so lange der Fall sein, bis wir Entscheidungsträgern weitere Informationen liefern können, wie die Homöopathie wirkt und was sie bewirken kann. Die Durchführung von Forschungsarbeiten solch hoher Qualität, dass ihre Ergebnisse unwiderlegbar sind, ist daher die einzige Möglichkeit für einen Ausweg aus der aktuellen Sackgasse in der hochbrisanten Homöopathie-Debatte.

Trotz ihres Potenzials gehört die Forschung im Bereich Homöopathie jedoch nicht zu den Prioritäten der Regierungen. Im Vereinigten Königreich fließen beispielsweise nur 0,0085 %1 des gesamten Budgets für medizinische Forschung in den Bereich der Komplementär- und Alternativmedizin ein, innerhalb derer die Homöopathie nur ein Teilbereich ist3. Bis sich das ändert, ist die Arbeit des HRI unerlässlich.

Das Patentproblem

In der Schulmedizin werden die hohen Kosten für klinische Studien üblicherweise von Pharmaunternehmen getragen. Sobald ein neu patentiertes Arzneimittel auf den Markt kommt, werden die Forschungskosten wieder wettgemacht und bis zum Auslauf des Patents erhebliche Profite erzielt.

Leider ist das bei der Homöopathie nicht möglich.

Da homöopathische Arzneimittel bereits seit bis zu 200 Jahren häufig verwendet werden, können sie nicht patentiert werden. Wenn also ein Unternehmen für eine teure Studie bezahlt, in der die Wirksamkeit eines bestimmten Mittels nachgewiesen wird, kann es andere Unternehmen nicht davon abhalten, das gleiche Produkt herzustellen und zu vermarkten, sodass sich die Kapitalrendite verringert.

Ohne die großen finanziellen Anreize, die mit Patenten einhergehen, ist es schwieriger, Unternehmen zu finden, die bereit sind, in die Homöopathieforschung zu investieren. Daher braucht es Spender (egal, ob Einzelpersonen oder Unternehmen), die gewillt sind, die Forschung zum Wohle der Patienten und nicht in erster Linie wegen des finanziellen Gewinns zu unterstützen. Das HRI hat es sich zur Aufgabe gemacht, entsprechende Spender zu finden und gemeinsam mit ihnen dafür zu sorgen, dass ihr Geld sinnvoll genutzt wird, um Forschungsarbeiten von höchster Qualität zu generieren.

ReferenzenWeniger

  1. George T Lewith, Funding for CAM. BMJ, 2007; 335 (7627): 951 | PubMed